„Souvenirs, Souvenirs“ Die Geschichte der Schallbildpostkarte Valerie Mohr
Mit diesem Ohrwurm besang Bill Ramsey die Leidenschaft, Stücke der Erinnerung zu sammeln und aufzubewahren. Wer erinnert sich nicht gerne an Erlebtes, Gehabtes, Bereistes oder Gewesenes? Eine ganz besondere Form des Andenkens ist die Schallbildkarte. Ältere Leser erinnern sich bestimmt noch an die mit empfindlichen Rillen überzogenen schrillbunten Ansichtskarten. Die musikalische Botschaft konnte man in den 50er-und 60er-Jahren an Souvenirständen erwerben und an die Daheimgebliebenen verschicken. Die tönende Postkarte war beliebt und tatsächlich plattenspielertauglich. Schallbildkarten bestehen aus einer auf die Rückseite einer Postkarte geklebten Miniaturschallplatte, durch die mittig ein Loch gestanzt ist. Meist begleitet von dem Hinweis „Mindestens 50-mal abspielbar!“ waren es bis zu DIN-A5-große Karten, meist im 45er-Single-Abspielformat. Kleinere Vorläufer dieser klingenden Urlaubsgrüße gab es sogar schon zu Zeiten der Schelllackplatte. (…)