Die Apparate der Firma Braun

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Radiogeschichte als Designgeschichte

Die Apparate der Firma Braun

Ausgabe

DAS ARCHIV 3/2020

Autor: Tobias Hoffmann

Seiten: 26-31

Unter den bekannten frühen Herstellern von Rundfunkgeräten wie Grundig, Graetz, Loewe und Mende hat sich die Firma Braun durch ihr klares Design einen besonderen Namen gemacht. Nach frühen Erfolgen mit Kofferradios Ende der 1930er-Jahre entwickelte das Unternehmen ab den 1950ern Radio-Modelle, die bis heute für moderne Design-Kultur stehen.

Wer einen Wellenempfänger T 1000 von Braun besitzt, hat eines von 11 300 Geräten. Braun zeigte das tragbare Radio erstmals 1963 auf der Großen Deutschen Funkausstellung, wo die Qualität des Empfangs auf ebenso große Begeisterung stieß wie die Form des Transistor-Geräts

Braun baute ab den 1930er-Jahren eigene Radioapparate und hatte zunächst einigen Erfolg mit tragbaren Empfängern und mit Kombigeräten. Der Koffer-Super BSK36 von 1936 kostete stolze 212 Reichsmark

1951 starb Max Braun völlig überraschend mit nur 61 Jahren. Ohne große unternehmerische Erfahrung übernahmen seine Söhne Erwin und Artur, 30 und 26 Jahre alt, den Betrieb, der zu diesem Zeitpunkt bereits 800 Mitarbeiter beschäftigte. „Vater war Firmengründer, Erfinder und brillanter Techniker in einer Person. Die Lücke, die er als Chef der gesamten Technik hinterließ, war riesengroß“, erinnerte sich Artur Braun später. Die Firma Braun war zu diesem Zeitpunkt ein Radiogeräteproduzent neben vielen anderen, die eigentliche Erfolgsgeschichte begann gewissermaßen mit dem Tod des Firmengründers.

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