Intelligente Uhren

Eine kurze Objekt-Geschichte der Smartwatch

Ausgabe

DAS ARCHIV 04/2025

Autor: Joel Fischer

Seiten: 24-27

Die Smartwatch hat innerhalb weniger Jahre die klassische Armbanduhr verdrängt und ist mittlerweile die am meisten getragene Uhrenart in Deutschland. Objekte in der Sammlung der MSPT geben Einblicke in die Zeitenwende der Armbanduhr, die schon vor ihrer heutigen Partnerschaft mit dem Smartphone Anzeichen ihrer späteren Intelligenz zeigte.

Beliebt bei Mitarbeitenden in der Sammlungsabteilung der Museumsstiftung: die Smartwatch.
Fotos: Bert Bostelmann

Die Uhr als Computer: Der japanische Hersteller Seiko brachte 1984 mit der Data-2000 die erste programmierbare Armbanduhr auf den Markt

Für manche war es ein Schock: Eine Umfrage der Innofact AG ergab 2022, dass lediglich noch 52 Prozent der Deutschen eine Armbanduhr tragen. Alle anderen schauten auf dem Handy nach der Zeit oder nutzten öffentliche Uhren. 26 Prozent – also genau die Hälfte der Armbanduhr-Träger – trugen eine Smartwatch. Die klassische Armbanduhr stand vor einem entscheidenden Wendepunkt und würde schon bald von den „intelligenten Uhren“ überholt sein. Und so kam es auch: Laut Digitalverband Bitkom erhöhte sich der Absatz von 7,4 Millionen Einheiten im Jahr 2022 bis 2024 auf 13,1 Millionen. Damit ist die Smartwatch aktuell mit 38 Prozent die am häufigsten getragene Armbanduhr in Deutschland.

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