
Datum/Zeit
16/11/2021
18:30 - 20:00
Debatten-Dienstag digital
Dateien sind jetzt Kunst. Non-Fungible Tokens (NFT) sind der neuste Krypto-Trend und erzielen Höchstpreise bei Kunstauktionen und das nicht nur auf digitalen, sondern auch beim renommierten Auktionshaus Christie’s. Dort wurde kürzlich das Kunstwerk „Die ersten 5000 Tage“ des Künstlers Beeple für mehr als mehr als 69 Millionen US-Dollar verkauft. Die Technologie, die an Dateien gebundene, nicht replizierbaren Blockchain-Adressen als Echtheitszertifikat einem Künstler:in und/oder Besitzer:in eindeutig zuweist, ermöglicht den Handel mit digitaler Kunst und revolutioniert scheinbar die Kunstwelt im rasanten Tempo. Seitdem wird plattformübergreifend über dieses Phänomen diskutiert, ob in der Kunstwelt, in Feuilletons oder auf den verschiedensten Social-Media Kanälen – doch noch immer wissen viele nicht, was NFTs eigentlich sind und welches Potential hinter der Technologie stecken kann.
Das digitale Plenum möchte gemeinsam mit drei Expert:innen folgende Fragen diskutieren:
- Welche Technologie steckt hinter den NFTs? Was haben Kryptowährungen und die Blockchain damit zu tun?
- Wem gehört die Kunst? Nivellieren NFTs als digitale Echtheits- und Eigentumszertifikate das Urheberrecht?
- Erzeugen NFTs neue Käufer:innen?
- Hype, Blase oder Beständigkeit? Wie wird sich der Kunstmarkt in der Zukunft wandeln und welche Rolle werden NFTs dabei spielen?
- Welche Potentiale ergeben sich durch NFTs für andere digitale Geschäftsmodelle?
Das Digitale Podium:
Anika Meier (This Ain‘t Art School) ist Kunstwissenschaftlerin und freie Autorin. Sie schreibt über Kunst in sozialen Netzwerken. Als freie Kuratorin war sie zuletzt für das Museum der bildenden Künste Leipzig tätig. Dort hat sie die internationale Gruppenausstellung „Virtual Normality. Netzkünstlerinnen 2.0“ co-kuratiert. Sie ist Gründerin des Kollektivs This Ain’t Art School (@thisaintartschool), das sich auf Instagram mit fotografischen Fragestellungen befasst.
Jan Mahn (c’t) ist beim Computermagazin c’t verantwortlich für Softwareentwicklung, Serversysteme und IT-Sicherheit. An Blockchains interessieren ihn neben der technischen Umsetzung vor allem Einsatzgebiete in Unternehmen, zum Beispiel in der Logistik – er ist aber noch immer auf der Suche nach wirklich guten Ideen, die man ohne Blockchain nicht besser hätte umsetzen können.
Die Veranstaltung wird live gestreamt. Das Publikum kann sich per Chat mit Fragen und Anmerkungen von Zuhause am Gespräch beteiligen.
Der Termin gehört zur Veranstaltungsreihe von Debatten-Dienstagen mit dem Untertitel: „DIGITALE DISKUSSIONSKULTUR – Wir müssen reden!?“.
Die Debatten-Dienstage werden in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung veranstaltet.
Ort: Online
Hinweis: Livestream: www.lebenx0.de