Aus dem Leben des Schulmeisters und Notars Jörg Gail
Ein Nachtrag zu Herbert Krüger: „Jörg Gails Augsburger „Raißbüchlin“ aus dem Jahre 1563″ in Heft 1969/2)
Der Verfasser des „Raisbüchleins“ Jörg oder Georg Gail, Bürger zu Augsburg, entstammte einer weitverbreiteten schwäbischen Sippe, die zu seiner Zeit in Laugna, Niederroth, Thierhaupten, Kempten und anderen Orten nachweisbar ist.
Sein Vater Hans Gail war als Söldner bzw. „Ainspänninger“ seit 1538 im Dienst der Stadt Ausgburg unter dem bekannten Stadthauptmann Sebastian Schertlin von Burtenbach tätig. In den Steuerbüchern der Reichsstadt finden wir ihn seit dem Jahre 1539 zunächst im Viertel „St. Anthonio“, u.a. bei dem bekannten Fuggerdiener Sylvester Raid“ und seit 1548 im Viertel „Sachsengass vom Neidbad“. Dort ist er im Jahre 1568 verstorben. Sein letzter Sold ist unter dem Datum des 15. Dezember 1568 mit dem Vermerk „Gnad im Gott“ im Baumeisterbuch verbucht. Als Söldner der Stadt brauchte er keine Steuer zu bezahlen.
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