Inszenierung und Dokumentation | Fotografien von Postbauten in der Sammlung der MSPT

Ausgabe

DAS ARCHIV 04/2023

Autorin: Margret Baumann

Seiten: 18 – 27

In ihren Sammlungen bewahrt die Museumsstiftung Post und Telekommunikation mehrere Millionen Objekte, darunter neben technischen Apparaten zur Kommunikationsgeschichte auch Werke der Bildenen Kunst, Grafiken und Fotigrafien. Unter Letzteren bilden die Aufnahmen von Postbauten, für die Reichspost, die Deutsche Bundespost und die Deutsche Post der DDR professionelle Architektur- und Industriefotografen und -fotografinnen beauftragten, einen besonders eindrucksvollen Bestand.

Die Wurzeln der MSPT reichen zurück in das Jahr 1872, als Generalpostdirektor Heinrich von Stephan die Einrichtung eines Museums zur Postgeschichte und zur Kultur des Verkehrs- und Nachrichtenwesens veranlasste, seinerzeit eines der ersten technikhistorischen Museen der Welt. Für das erste Jahr belegt das Eingangsbuch der Sammlung ausschließlich 19 Fotografien. Ein eigenes Gebäude in der Leipziger Straße 15 (heute 16) bezog das Museum dann nach rund fünf Jahren Bauzeit 1898 mit über 6000 Objekten (vgl. Beitrag S. 38).