Lkws, Omnibusse und ein Mercedes-Cabriolet
Die Zusammenarbeit des Autobauers mit der Post nach dem Zweiten Weltkrieg
Im Logistikbereich der heutigen Post/DHL sind über 120 000 Fahrzeuge im Einsatz, davon 42 000 elektrisch. Bereits seit den 1920er-Jahren avanciert die Post zum größten zivilen Fahrzeughalter. Zu den Autoherstellern, die von Beginn an auf Aufträge für den Postdienst zählen konnten, gehörte die Firma Daimler-Benz, die Pkws und Lkws in verschiedenen Varianten lieferten. Eine Auswertung von Akten aus dem Historischen Archiv der MSPT veranschaulicht detailliert die besonders schwierige Situation in der unmittelbaren Nachkriegszeit, als die Nachfrage nach Bussen und Limousinen für den Personentransport und Lkws und Kastenwagen für die Zustellung bei Weitem nicht gedeckt werden konnte.
Organisatorisch strebten die Alliierten bereits seit 1946 eine Zentralisierung und Vereinheitlichung der Postverwaltung an, 1947 errichteten die britischen und amerikanischen Vertreter für ihre jeweiligen Zonen die gemeinsame „Hauptverwaltung für das Post- und Fernmeldewesen“ (HVPF) in Frankfurt. Als erste eigenständige Behörde im Zuge der Neuorganisation der Deutschen Bundespost folgte am 14. März 1949 die Gründung des Posttechnischen Zentralamts (PTZ) in Darmstadt. Das PTZ sollte durch die zentrale Auswertung von Praxiserfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit steigern. Ebenfalls 1949 wurden zunächst die hoheitlichen Aufgaben im Bereich Telekommunikation im Bundesministerium für Angelegenheiten des Fernmeldewesens zusammengeführt; erweitert um die Zuständigkeiten des Postwesens erfolgte am 1. April 1950 die Umbenennung in Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen (Bundespostministerium, BPM).
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