Unterwegs im Büro
„Research in Motion“ und die mobile Kommunikation
Das BlackBerry-Smartphone des Unternehmens „Research in Motion“ (RIM) revolutionierte Anfang der 2000er-Jahre die mobile Kommunikation. Als Musthave für Geschäftsleute und für diejenigen, die einen geschäftigen Eindruck machen wollten, erlangte es Kultstatus. Doch nachdem Apple im Januar 2007 das digitale Multiversum des iPhone präsentierte, scheiterte RIM an den ungenutzten Möglichkeiten seines Erfolgsprodukts.
Mehr denn je bestimmten ab den 2000er-Jahren Dynamik, Produktivität und Teamwork die Bürokultur, und Zeit war eine wichtige Ressource. Das BlackBerry versprach, täglich 60 bis-lang ungenutzte Minuten produktiv zu machen und die Kommunikation in Teams um fast
40 Prozent zu steigern. Das Erfolgsrezept dieses Versprechens war Mobilität. Das kanadische Unternehmen Research in Motion (RIM) hatte gewissermaßen das Büro für die Hosentasche Werbung für einen neuen Lifestyle: jung, dynamisch, digital
miniaturisiert und die mobile Kommunikation verändert. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Im Jahr 2000 verzeichnete RIM 85 Millionen Dollar Gewinn, 2004 waren es schon 595 Millionen Dollar und 2008 hatte das Unternehmen einen Umsatz von 6 Milliarden Dollar. Mit 50 Prozent Marktanteil war es zum führenden Smartphone-Hersteller aufgestiegen.
Erfunden hat RIM das Smartphone allerdings nicht, und auch das BlackBerry war keine disruptive Innovation. Niemand habe eines Tages „Heureka!“ gerufen, gab der CEO Mike Lazaridis in einem Interview zu verstehen. Während der „Communicator“ und das „Smart Phone“ der Konkurrenten Nokia und Ericsson mit mäßigem Erfolg Daten über den auf Sprachkommunikation ausgelegten Mobilfunk versendeten, setzte RIM für seinen „Inter@ctive Pager“ auf den Datenfunk, der speziell für die Übertragung von Datenpaketen entwickelt worden war.
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