Mitte Juni gingen die Mitglieder der Region Süd erneut auf Exkursion. Nach den Reisen nach Berlin, Bochum und Dresden in den vergangenen Jahren, führte der diesjährige Ausflug in den Südwesten der Republik. Mit dem Zug ging es in die circa 200 Kilometer entfernte Landeshauptstadt von Baden-Württemberg. In Stuttgart besteht seit Mitte der 1990er-Jahre das Fernmeldemuseum – die Sammlung wird von ehemaligen Bahnmitarbeitern betreut und hat einen bahntechnischen Schwerpunkt.

Bis durch die Ablösung durch VoIP (Voice over IP) im Jahr 2016 betrieben die Deutsche Bahn und ihre Vorgänger ein eigenes Fernmeldenetz, das BASA-Netz. Die Abkürzung BASA steht dabei für Bahnselbstanschlussanlage. Damit wurden die Bahnhöfe, aber auch die Posten an den Strecken, miteinander verbunden. Manch einer erinnert sich sicherlich noch an die kleinen Unterstände mit einem großen „F“ darauf an den Bahnstrecken. Das „F“ steht für Fernsprecher, und dieser war im Unterstand auch zu finden. Im Stuttgarter Museum lernt man nicht nur viel über das BASA-Netz, sondern kann zahlreiche weitere Sammlungsbereiche bestaunen. Von Klappenschränken geht es über Fernschreiber, Leitungs- und Kabeltechnik, Schreib- und Rechenmaschinen bis hin zu Radio- und Fernsehgeräten. Besonders beeindruckend ist die große, funktionierende Sammlung an Bahnhofsuhren, die von einer Mutteruhr gespeist werden.

„Wir waren alle sehr begeistert von eurem Einsatz und den vielen Ausstellungsstücken“, sagte Rainer Eck, der 2. Vorsitzende der DGPT-Region Süd, nach der Führung. Das sehenswerte Stuttgarter Museum befindet sich im S-Bahnhof Schwabstraße. Dort wo früher S-Bahnfahrer/-innen ihre Pausenbrote aßen, befinden sich heute die Ausstellungsräume. Ein Besuch ist nach vorheriger Terminabsprache möglich. Weitere Infos: www.fernmeldemuseum-stuttgart.de

Ein Video über den Ausflug gibt es auf YouTube: https://youtu.be/1eHTQM2etFs

Fotos: Thomas Rode

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