Im Gegensatz zum Brief mit seiner Jahrtausende  zurückreichenden Tradition hat sich die Briefmarke als ein neues Bildmedium erst seit etwa 1840 etabliert. Heute nimmt die Briefmarke, auch als „Visitenkarte im Weltverkehr“ bezeichnet, durch ihre massenhafte Reproduktion und globale Verbreitung von Bildern auch in der Kunst- und Kulturgeschichte der Länder einen herausragenden Platz ein. Die Briefmarke wird vom Staat herausgegeben und folgt generell staatlicher Symbolpolitik. Der Brief steht für schriftliche Kommunikation und ist eine Form der Nachrichtenübermittlung. Mit ihr wird mehr oder minder auch eine Geheimhaltung der Nachricht gegenüber Dritten verbunden. Geknüpft ist der Brief an Sprache, Schrift und Schriftträger, an Schreib- und Lesekundige und an die Mittel, die zur Überwindung der Entfernung zwischen Absender und Empfänger nötig sind.

Die Geschichte der Philatelie beginnt mit der Herausgabe der ersten Briefmarken 1839 in England. Rowland Hill schlug damals vor, aufklebbare Freimarken zu einem von der Entfernung unabhängigen Posttarif zu schaffen. Seiher reflektieren die Briefmarken der Postverwaltungen die verschiedensten kulturellen, technischen, politischen und sonstigen Ereignisse und Entwicklungen, Natur, Land und Leute ihrer Länder. Millionen von Philatelisten ließen sich so dafür begeistern, sich in Vereinen zusammenzuschließen um Briefmarken zu sammeln, zu tauschen und ihre Arbeitsergebnisse der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Motivation der einzelnen Sammler ist dabei höchst individuell: da spielt beispielsweise die Seltenheit der Marken eine Rolle, es handelt sich um eine interessante Abart, die Marke ist mit einem besonderen Stempel versehen oder die Sammlung verspricht, eine passable Geldanlage zu sein. Vorn an stehen für Sammler aber wohl Motive, ästhetische oder kunsthistorische Gesichtspunkte und Marken anderer Länder.

Mit rund 220 Belegen erinnert Kurt Redenz an zahlreiche kulturelle und politische Anlässe hauptsächlich in Deutschland, aber auch  in anderen Ländern. Eine Auswahl von Boten- und Altbriefen belegt die Periode im Mittelalter. Der Leser bekommt eine vielseitige  und interessante Palette von Ganzsachen und Briefmarken zu sehen, von denen so mache bei ihm Erinnerungen wecken werden.

Die im Eigenverlag hergestellte Broschüre (112 Seiten im Farbdruck) kann von Kurt Redenz, Ringstraße 55, 14612 Falkensee/Finkenkrug, Tel. 03322 273728, zum Unkostenbeitrag von 20 Euro bezogen oder in der Bibliothek des Museums für Kommunikation Berlin eingesehen werden.