POTSCHTA – Die Geschichte einer Briefmarke

Die Marke MiNr. 41 wurde nur an einem TAg, dem 23. Juni 1945, am Schalter des Postamtes Dresden A 16 ausgegeben

Ausgabe

Das Archiv 1+2/2002

Autor: Alfred Weidinger

Seiten: 73-74

Die Geschichte der POTSCHTA-Marke steht mit dem Wiederaufbau des Postbetriebes im Oberpostdirektionsbezirk Dresden nach dem Zusammenbruch in Verbindung.

In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 sanken zwei Drittel der Stadt Dresden nach Bombardierungen in Schutt und Asche. Keine der vielen Großdruckereien war übrig geblieben und die meisten Postgebäude waren zerstört, sodass ein Betrieb nicht mehr möglich war. Am 7. Mai 1945 marschierte die Rote Armee in Dresden ein. Schon am 10. Mai 1945 überprüfte der Postamtsmann Schneider die Funktionsfähigkeit der Dresdner Postämter. Er tat dies wohl auf Anordnung sowjetischer Stellen. Er veranlasste Aufräumarbeiten, ließ Plünderungsspuren beseitigen, Betriebseinrichtungen instand setzen und regelte die Personalerfassung und den Personaleinsatz. Geplant war, den Postbetrieb so schnell wie möglich wieder aufzunehmen. Da kam die Idee von Postamtsmann Chemnitz, Leiter des Fernmeldeamtes Dresden, gerade recht, ein Postwertzeichen zu schaffen, um über Verkaufseinnahmen wieder Geld in die Kassen zu bekommen. Das war der Anfang der 12-Pfg.-rot-POTSCHTA.

(…)