Schrift am (Post-)Bau

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Vom Posthausschild zum Corporate Design

Schrift am (Post-)Bau

Ausgabe

DAS ARCHIV 4/2019

Autorin: Tanja Neumann

Seiten: 26-33

Sich im Raum zu orientieren ist ein menschliches Grundbedürfnis. Wer durch die Stadt läuft oder fährt, möchte mit einem Blick erfassen können, welchem Zweck die Gebäude in seinem Sichtfeld dienen – insbesondere dann, wenn er nicht flaniert, sondern zielgerichtet auf der Suche ist − beispielsweise nach der Post oder einem Telekom-Shop.

Das Postamt – das war bis vor wenigen Jahrzehnten klar − ist ein markanter Bau im Ort, ein Haus, das jeder kennt, in Großstädten gab es davon sogar viele, von klein bis groß bis zu sehr groß und prachtvoll. Daneben gab es Postfuhrämter, Wagenhallen und Direktionen, die aber wenig Publikumsverkehr zu bedienen hatten. Wer heute eine Post sucht, hat die Wahl: Es gibt Brief- und Paketzentren, zusammen rund 180, es gibt DHL-Paketshops, deren Zahl in die Zehntausende geht, dazu Postfilialen, Filialen im Einzelhandel und Postbank-Filialen. Der Postfinder im Internet kann eine erste Hilfe sein, ihre Lage zu ermitteln, unterwegs helfen dann Außenkennzeichnungen, Schilder, Logos und Schriftzüge, wenn jemand beispielsweise den nächsten Paketshop sucht.

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