Vom Konservieren und Restaurieren

Kategorien: ,

Beschreibung

„Die Lesbarkeit des Objekts erhalten”

Vom Konservieren und Restaurieren

Ausgabe

DAS ARCHIV 3/2019

Autorin: Margret Baumann

Seiten: 36-39

Die seit Jahrzehnten stetig beschleunigte Produktion von Dingen und die verkürzte Nutzungsdauer vieler Objekte in Kombination mit der Tendenz zur „Musealisierung der Gegenwart“ zieht volle Sammlungsdepots nach sich und stellt komplexe Anforderungen an Restauratorinnen und Restauratoren.

Die Bedeutung des Wortes „restaurieren“ − das laut Duden auf dem lateinischen Verb restaurare basiert − wird vielfach so übersetzt: „etwas wieder in den alten Zustand bringen, wiederherstellen, erneuern“. Das lateinische Wort wurde aber zuerst auf gesellschaftliche Verhältnisse angewandt, erst danach auf die Wiederherstellung verfallener Gebäude, beschädigter Gemälde oder verblichener Stoffe. Die Internetseite romoe.com, ein internationales Netzwerk für Restaurierung, Restauratorinnen und Restauratoren, unterscheidet genauer: Restauration beziehe sich auf Politik, Geschichte, Medizin und auf die Informationstechnologie, es gehe dabei um die Wiederherstellung „von politischen/historischen Zuständen, Gebissen oder IT-Programmen“, nicht aber um Kulturgut. Dafür sei einzig und allein die Restaurierung zuständig, ein Vorgang, bei dem an Kunst-und Kulturgütern Spuren von Alterungsprozessen soweit reduziert oder entfernt würden, „dass das Objekt seine ursprüngliche Lesbarkeit oder Funktion wiedererlangt“. Wie wichtig dabei Planung, Dokumentation und Vorbereitung sind und ganz grundsätzlich Professionalität, zeigen Fälle aus den letzten Jahren, die als Restaurierungspossen die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zogen.

(…)

Bewertungen

Es gibt noch keine Bewertungen.

Schreibe die erste Bewertung für „Vom Konservieren und Restaurieren“

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.