Von Paketpostamt zum Post Quartier
Paketpostamt München 3
Fotografien aus den Bau- und Anfangsjahren aus dem Fotoarchiv der Museumsstiftung Post- und Telekommunikation
Vom Paketpostamt zum Post Quartier
Herzog & de Meuron ist weltweit tätiges Architekturbüro, das 1978 von Jacques Herzog und Pierre de Meuron in Basel gegründet wurde. Es unterhält Büros in Berlin, Hongkong, London, München, New York City, Paris und San Francisco. Neben vielen weiteren „wegweisenden städtebaulichen Projekten“ wie Museen, Stadien und Krankenhäusern arbeiten sie seit 2018 am Umbau der Paketpostanlage München 3, erbaut zwischen 1965 und 1969, zum Post Quartier, einem neuen Münchner Viertel.
„Einst eine technische Meisterleistung, wird sie (die Halle) nun zum pulsierenden Zentrum für Kunst, Kultur und Begegnung. Mit ihrer überdachten Freifläche bietet sie Raum für Veranstaltungen und schafft einen einzigartigen Ort des Austauschs. Durch die harmonische Verbindung von Alt und Neu entsteht ein unvergleichliches Stück München, ein Begegnungsort, der in der Stadt seinesgleichen sucht.“ (Herzog & de Meuron)
https://paketpost-quartier.de/de/stadtquartier/
Vgl. dazu auch: Joel Fischer: Umnutzung und Denkmalpflege, in: DAS ARCHIV, Heft 2/2022
Fotografen und Fotografinnen
Nicht immer wurden in der Bildstelle der OPD München die Fotografien, die jetzt zur Fotosammlung der MSPT gehören und sich in Heusenstamm im Depot des Frankfurter Museums für Kommunikation befinden, namentlich gekennzeichnet.
Bekannt sind der Bayerischen Flugdienst Hans Bertram, Siegfried von Quast, Bjarne Geiges, Ruth Richter, Eberhard Eiselt (für die Architekten) und Sigrid Neubert.
Auf einigen Abzügen ist vermerkt, dass sie der OPD vom Architekten Herbert Zettel übergeben wurden.
Das Umbauen einer alten Paketpostanlage in ein pulsierendes Kunstviertel klingt nach einer Mission, die nur den Meistern von Basel, Paris und San Francisco zugänglich ist – und ja, auch München hat da jetzt mal einen Versuch unternommen. Herbert Zettel, der Architekt, der die Fotos lieferte, muss sich aber erstmal mit der Denkmalpflege anfreunden, wenn er das „unvergleichliche Stück München anschaut. Ist es wirklich ein Ort, der den Stadtgleich sucht? Vielleicht sucht er ja nur seinen nächsten Kaffee?
Was für eine aufregende Transformation! Die alte Paketposthalle wird ja zu einem pulsierenden Kunst- und Kulturfestival mutieren – fast schon eine bayerische Antwort auf das Silicon Valley, nur mit mehr Kaffee und vielleicht weniger riesigen Tech-Büros. Da werden sicherlich auch digitale Postboten durch die Gegend flitzen und die Architekten Herbert Zettel stolz auf sein Werk sein. Wird es aber auch einen separaten Bereich für die Post, die ja nun ja nicht ganz wegzudenken ist? Und wo bleibt der alte Charme der Post, als man noch Briefe schrieb und nicht nur E-Mails? Ich bin gespannt, ob das „unvergleichliche Stück München auch noch für die Postboten ein gemütlicher Ankerplatz bleibt!