Fotos von der Postversorgung der Halligen-Bewohner, im Spreewald und auf der Zugspitze werden gern als Zeugnisse des unermüdlichen Einsatzes der Post und ihrer Zusteller gezeigt. Als Fiede Nissen, der die Halligen-Bewohner 37 Jahre und über 11.000 Touren lang mit Briefen und Paketen versorgt hatte, 2014 in Rente ging, was das sogar dem Spiegel einen Beitrag wert.

Dass die harte Arbeit auch Frauen verrichtet haben, davon erzählt der Roman Wolkenschattenspiele des Hamburger Autors und Diplom-Volkswirts Helmut Manthey, der mit 69 Jahren seinen ersten Roman veröffentlich hat. Schauplatz des Hallig-Romans ist die Hallig Hooge im Wattenmeer, vielen Norddeutschen vor allem von Wandertagen und Wochenendausflügen bekannt. In seinem Roman lässt Manthey die 1930er- und 1940er-Jahre aufleben, wenn Fiona Nissen, im Roman 88 Jahre alt, dem Geschichtsstudenten Benno ihre Lebensgeschichte erzählt. Darin spielt die Post eine gewichtige Rolle, denn Fiona hat sich einst als Postbotin verdingt.

Unserem DGPT-Autor Horst Halbach hat der Verfasser des Romans verraten, dass er als Vorbild der Zustellerin im Roman eine Bekannte vor Augen hatte, die in dem Dokumentarkurzfilm „Post nach den Halligen“ von 1944 als Zustellerin unterwegs war.

Horst Halbach empfiehlt das Buch nicht nur Nordlichtern als unterhaltsamen Lektüre für die stillen Tage am Jahresende. „Es ist spannend, für mich hauptsächlich die Erzählungen über die Post“, hat er die Lektüre kommentiert.

 

Erschienen ist das Buch im April 2021 im Europa Buch Verlag, es kostet 18,90 Euro.

ISBN 979-12-201-0318-3

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