Am 7. April 2021 wurde die Deutsche Fernkabel Gesellschaft (DFKG) gegründet. Sie sollte die Kapazitäten und Finanzen zum weiteren Ausbau des Deutschen Fernkabelnetzes unter Beteiligung der Deutschen Reichspost mit 1/3 des Stammkapitals und der Firmen Siemens & Halske, Allgemeine Elektrizitäts Gesellschaft und Felten & Guillaume zur Verfügung stellen.

Das Rückgrat des geplanten Netzes war das Rheinlandkabel, das erste Fernsprech-Fernkabel Deutschlands, das ab November 1921 über 600 Kilometer die Hauptstadt Berlin mit dem rheinisch-westfälischen Industriegebiet verband. Bereits 1913 hatte man das erste Teilstück von Berlin nach Magdeburg in Betrieb genommen.

Anlass, sich bei der Reichspost intensiv mit unterirdischen Leitungen zu befassen, war eine Extremwetterlage im Winter 1909, als fast alle überirdischen Leitungen beschädigt wurden und die Nachrichtenverbindungen zwischen Berlin und Hannover und viele Linien im nordwestdeutschen Raum zusammengebrochen waren. „Wochenlang waren große Verkehrsgebiete des Reiches vom Fernsprechverkehr mit Berlin und über Berlin hinaus so gut wie abgeschnitten“. In der Zeit des Ersten Weltkriegs kam der weitere Ausbau des Kabels, das nun bis Hannover reichte, zum Erliegen, und erst im Frühjahr 1920 wurden die Arbeiten am letzten Teilstück fortgesetzt.

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