„Heimat“ ist ein Thema, das viele Menschen bewegt und zu dem in den vergangenen Jahren einige Ausstellungen gezeigt wurden. So ist im Museum für Kunst & Gewerbe in Hamburg noch bis 9. Januar 2022 „Heimaten. Eine Ausstellung und Umfrage“ zu sehen. Ist Heimat ein Ort oder ein Prozess? Was hat Heimat mit Identität zu tun? Grenzt das Wort ein oder aus?

„Willkommen in der Heimat“ ist der Titel einer Ausstellung im Museum Viadrina in Frankfurt/Oder, die von der Heimkehr Kriegsgefangener und Zivilinternierter über das Entlassungslager Frankfurt (Oder) 1945−1950 handelt, „MAKING HEIMAT. GERMANY, ARRIVAL COUNTRY“ war 2016 der deutsche Pavillon auf der Architektur-Biennale in Venedig überschrieben. Seit 2014 und mehr noch 2015 die Zahl der in Deutschland Zuflucht suchenden Menschen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan auf mehrere Hunderttausend stieg, und seit Bundesinnenminister Horst Seehofer im März 2018 gar das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat ins Leben rief, wird der vielgestaltige Begriff in Deutschland wieder häufig diskutiert.

Jetzt hat sich das Haus der Geschichte in Bonn des Themas angenommen und thematisiert Verbundenheit, aber auch den Verlust von Heimat: „Menschen verlieren ihr Heim, ihr ganzes Dorf an eine Braunkohlegrube oder an einen Krieg. Andere fühlen sich in der alten Heimat fremd und begeben sich auf die Suche nach einer oder mehrerer neuen Heimat(en). Für manche ist Heimat ganz klar mit einem Ort verbunden, den sie nie verlassen wollten, dem sie aber gezwungenermaßen den Rücken kehren müssen.“

Im ARCHIV sind Artikel, die das Thema Heimat berühren, häufig zu finden. Ist oder war doch die Post eine Institution, die für viele Menschen Teil der Heimat ist oder Verbindungen in eine verlassene oder verlorene Heimat ermöglicht. So gab es im Heft 3/2005 einen Beitrag unter dem Titel „…noch etwas für die Heimat tun“ über postgeschichtliche Aufzeichnungen 1939−1945, verfasst von Postangehörigen, die im II. Weltkrieg aus dem Osten flüchten mussten, und ausgewertet von Dr. Jürgen Bräunlein. Im ARCHIV 1/2016 schrieb Friederike Bauer „Jede Karte ein Schicksal“ über Suchdienste nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland, von Gustav Mosel stammt der Beitrag „Postgeschichte – Heimat – Philatelie“, der 1969 in den Dortmunder Regionalblättern erschien.

https://www.hdg.de/haus-der-geschichte/ausstellungen/heimat-eine-suche

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