Botschaften durch Luft und Wasser per Ballon und Zinnkugeln

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Beschreibung

Botschaften durch Luft und Wasser per Ballon und Zinnkugeln

Zwischen Preußens Pickelhauben – Post in Paris 1870-1871

Ausgabe

Das Archiv 3/2004

Autor: Michael Burzan

Seiten: 26-33

Es war im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Deutsche Truppen hatten einen festen Belagerungsring um Paris geschlossen, die französische Hauptstadt war eingekesselt. Einzige Verbindung zur Außenwelt: Briefe, die auf abenteuerliche Weise befördert wurden.

Am 19. Juli 1870 war der Krieg zwischen Deutschland und Frankreich erklärt worden. Im September hatten die Preußen Kaiser Napoleon III. nach der Schlacht bei Sedan gefangen genommen. Die Pariser zwangen Kaiserin Eugenie zur Flucht nach England und riefen die Republik aus. Am Abend des 19. September 1870 sprengten sie die letzten drei Brücken. Ein eiserner preußischer Belagerungsring mit 122.000 Mann und 24.000 Kavalleristen zog sich 83 Kilometer um Paris, um die größte Festung der Welt mit mehr als zwei Millionen Menschen. Zu spät hatte man Vorbereitungen gegen die Belagerung der Hauptstadt getroffen. Gerade noch rechtzeitig konnte der Turm der Telegrafenverwaltung in der Rue de Grenelle zur zentralen Brieftaubenstation hergerichtet werden. Auf dem Flussgrund der Seine verlegte man ein Unterwasser-Telegrafenkabel, das jedoch schon nach wenigen Tagen von den Preußen entdeckt und zertrennt wurde.

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