Die Post in Offenbach zur Zeit des Nationalsozialismus

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Beschreibung

„Für Juden verboten“

Die Post in Offenbach zur Zeit des Nationalsozialismus

Ausgabe

Das Archiv 4/2009

Autor: Annabelle Hornung

Seiten: 76-80

Offenbach am Main wird oft nur als die „kleine Schwester“ der großen Finanzmetropole Frankfurt angesehen. Zwischen den beiden Städten herrscht bis heute eine beinahe „zärtliche“ Rivalität, die mal mit mittelalterlichenTerritorialansprüchen, mal mit derAngehörigkeit zu dem jeweiligen städtischen Fußballclub begründet wird. Doch das „kleinere“ Offenbach muss sich nicht im Geringsten hinter Frankfurt verstecken, denn die Stadt hat ihr ganz eigenes Profil. Mit rund 118000 Einwohnern ist Offenbach nicht nur die fünftgrößte Stadt in Hessen, sondern sie ist zudem namhafter Industriestandort, Heimat der für Design berühmten Hochschule für Gestaltung und Sitz des Deutschen Wetterdienstes.

 

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts begann die Blütezeit des Gewerbes in Offenbach. Der Handel verlangte eine bessere Transportinfrastruktur, als Offenbach bis dahin zu bieten hatte, und man begann das berühmte „Marktschiff“ einzusetzen, das sowohl Güter als auch Personen und Nachrichten zwischen Offenbach und Frankfurt hin- und hertransportierte. Doch es sollte noch hundert Jahre dauern, bis in Offenbach ein eigenes Postamt eingerichtet wurde. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Postverkehr noch zum großenTeil über Frankfurt abgewickelt, erst im November des Jahres 1817, nachdem Offenbach an das Großherzogtum Hessen gefallen war, öffnete eine „Großherzoglich Hessische Postexpedition“ ihreTore für die Bürger. Deren Leitung übernahm damals Johann Friedrich Pfalz „mit dem Charakter als Großherzoglicher Hessischer Expeditor reitender und fahrender Posten“. Dies war der eigentliche Beginn der Post in Offenbach:Von nun an bekamen die rund 6000 Offenbacher Bürger zweimal amTag Briefe und Pakete zugestellt und konnten regelmäßige Wagenverbindungen nach Frankfurt nutzen. Die 1841 eingerichtete Posthalterei löste – zusammen mit der Lokalbahn – das Marktschiff nach 130 Jahren von seinenTransportaufgaben ab.

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