Im Paradies der Sinne

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Beschreibung

Im Paradies der Sinne

Ausgabe

Das Archiv 2/2005

Autor: Franz Brandl

Seiten: 56-59

Das sollte es nun gewesen sein? Es war nach der Pensionierung, dass ich mich entschloss, einen lang gehegten Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Den Traum, das Paradies zu entdecken. Zusammen mit meiner Frau, auf einer Reise in die Südsee, zu den Inseln Französisch-Polynesiens. Schon die farbenfrohen Prospekte und reich illustrierten Reisebeschreibungen regten die Phantasie an und steigerten die Vorfreude. Und nun endlich war es soweit. Mehr als 19 Stunden dauerte der Flug über Los Angeles nach Papeete, der Hauptstadt des französischen Übersee-Territoriums mit weitgehender Selbstverwaltung. Französisch-Polynesien, auf der Südhalbkugel gelegen und mehr als 16000 Kilometer von Frankfurt am Main entfernt, umfasst fünf Inselgruppen, bestehend aus 118 Inseln. Bereits der erste französische Weltumsegler und einer der Entdecker Tahitis, L. A. Bougainville, sagte vor fast 240 Jahren bei seiner Ankunft: „Europa hat Tahiti und damit das lang ersehnte Paradies entdeckt.“

Wir jedenfalls wurden von unseren Gastgebern am Flughafen mit einer Blumenkette aus duftenden Blüten der Tahiti Tiare, eine Gardeniensorte, in Empfang genommen. Bereits diese Begrüßungsgeste vermittelt dem Besucher ein Gefühl der Herzlichkeit und Achtung, das während des gesamten Urlaubs nicht vergeht. Danach lernten wir bei einem Ausflug auf der Hauptinsel Tahiti zunächst die wunderbare Vulkanlandschaft mit Wasserfällen, exotischen Früchten und den vor Lebensfreude sprühenden Menschen kennen. Bei einem Spaziergang unter Mango-, Papaya- und Frangipani-Bäumen sowie durch die Ananasplantagen und entlang von Jasminsträuchern genossen wir ein Potpourri an Farben und Düften. Für den sonntäglichen Kirchgang und die ausgesprochen andächtige Teilnahme am Gottesdienst putzen sich Frauen, Männer und Kinder heraus, als ob jeden Sonntag Hochzeit sei. Auch für uns sind waren die polyphonen Chorgesänge und die Sakralmusik wohltuend und ergreifend. Unsere Pension befand sich direkt am Strand, sodass wir täglich, bei einem Glas Wein und tahitianischer Musik, den Sonnenuntergang erleben durften. Das Farbspiel zwischen Blassgelb und leuchtendem Scharlachrot färbte den Himmel wie im Bilderbuch. Die Stadt Papeete hat mit fast 100 000 Einwohnern das Flair einer pulsierenden Großstadt und besitzt zahlreiche Schätze und Sehenswürdigkeiten. Es gibt das Gauguin-Museum, den Hafen, die nach exotischen Früchten und Blüten duftende Markthalle oder das traditionelle Heiva-Fest.

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