„Ankomme Freitag, vierzehn Uhr!“ Telegrafie und Telegramme

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Beschreibung

„Ankomme Freitag, vierzehn Uhr!“

Telegrafie und Telegramme

Ausgabe

Das Archiv 1/2012

Autor: Bettina Oesl

Seiten: 12-19

„So tapp’ ich zum Briefschlitz durch den Flur unwegsam /

fall über meinen Dackel Justus auf ein Telegramm. /

Ich les’ es im Aufsteh’n mit verklärter Miene /

Ankomme, Freitag den 13., um vierzehn Uhr, Christine!“

1969, als Reinhard Mey das Lied schrieb über inneres und äußeres Chaos, in das ihn die telegrafisch annoncierte Ankunft seiner Freundin Christine stürzt, waren Telegramme noch ein üblicher Weg, um kurzfristig Nachrichten zu versenden. Inzwischen sind sie fast völlig aus dem alltäglichen Leben verschwunden. Dabei war die Telegrafie eine revolutionäre Erfindung zur Übermittlung von schnellen Nachrichten. Schon 1848 gelangte der Entschluss der in Frankfurt tagenden Nationalversammlung, dem preußischen König die Kaiserkrone anzubieten, binnen einer Stunde nach Berlin. Zu dieser Zeit hieß das Telegramm noch Depesche aus dem Französischen, nach „dépêcher“, was „beschleunigen“ bedeutet. Das Wort Tele-gramm“ wurde zuerst 1852 von dem Amerikaner E. P. Smith im „Albany Evening Journal“ vorgeschlagen, und ab 1860 setzte sich seine kurze und einprägsame Wortbildung auch im europäischen Sprach-gebrauch durch. Die Reichspost verwendete allerdings den Begriff „Depesche“ bis 1878.

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