Die bewegte Geschichte der Postschule Dachau

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Beschreibung

Wo Postler eifrig paukten

Die bewegte Geschichte der Postschule Dachau

Ausgabe

Das Archiv 2/2008

Autor: Gaby Sonnabend

Seiten: 91-95

Ein wenig mulmig war den jungen Nachwuchspostlern zumute, als sie 1952 zur Fortbildung in die Postschule der Oberpostdirektion München nach Dachau reisten. Sieben Jahre erst waren seit Kriegsende vergangen, und der Name „Dachau“ weckte keine guten Gefühle. In der rund 20 Kilometer nördlich von München gelegenen Stadt hatten die Nationalsozialisten bereits im März 1933 das erste Konzentrationslager errichtet, das als Vorbild für alle späteren Lager diente.

Vor der Zeit des Dritten Reichs war das Bild des Ortes noch ein ganz anderes gewesen. Dachau war eine Künstlerstadt und gehörte Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zu den bedeutendsten europäischen Künstlerkolonien. Jeder zehnte Einwohner soll damals ein Maler gewesen sein, darunter Adolf Hoelzel, Ludwig Dill und Arthur Langhammer. Auch Carl Spitzweg und Lovis Corinth haben sich in Dachau aufgehalten. Da Frauen bis 1926 nicht an der Akademie der Bildenden Künste in München zugelassen waren, nahmen sie privaten Unterricht in den Malschulen der Künstlerkolonie.

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