Die Hauptwerkstatt für Postkraftwagen in Erfurt im Zweiten Weltkrieg

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Beschreibung

„Eisen erzieht“

Die Hauptwerkstatt für Postkraftwagen in Erfurt im Zweiten Weltkrieg

Ausgabe

Das Archiv 1/2008

Autor: Margret Baumann

Seiten: 14-18

Der Leiter der Hauptwerkstatt für Postkraftwagen in Erfurt stellte im Jahr 1943 einen Antrag auf Anerkennung als kriegswichtiger Betrieb. Das Ziel war, dass Mitarbeiter nicht zur Wehrmacht eingezogen und zudem Zwangsarbeiter zugeteilt werden sollten. Diesem Antrag sind wesentliche Informationen über die Struktur und Organisation des Betriebs zu entnehmen. Der folgende Beitrag beruht auf diesem Text, der sich im Archiv des Museums für Kommunikation Frankfurt befindet. Ein beigefügtes Fotoalbum enthält Aufnahmen vom Werksgelände, von den Montagehallen mit verschiedenen Geräten, von der Schmiede, den Ausbildungs- und Aufenthaltsräumen sowie der „Leistungsschau“ der Lehrlinge.

Schon um die Jahrhundertwende hatte die Reichspost erste Versuche durchführen lassen, Briefe und Pakete mit Kraftwagen zu transportieren. Im Jahr 1910 wurden bereits 70 Fahrzeuge genutzt, um vorzugsweise in größeren Städten und deren Außenbezirken die Post zuzustellen. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs gab es im Gesamtnetz rund 200 posteigene Linien, und allein die Oberpostdirektion Erfurt hatte 21 Kraftwagen-Personenposten. Nach der kriegsbedingten Stagnation in den Folgejahren wurde das Liniennetz dann weiter ausgebaut. Ende der 1920er-Jahre wurde die Landpost „verkraftet“, der Fuhrpark der Reichspost vergrößerte sich entsprechend. In Zusammenarbeit mit der Industrie wurde die technische Entwicklung der Fahrzeuge vorangetrieben. Es entstanden beispielsweise spezielle Stahlaufbauten für die Busse sowie Sonderfahrzeuge wie fahrbare Postämter.

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