Die Literaten Max Brod und Josef Weinheber

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Beschreibung

Zwei Genies vom Postamt

Die Literaten Max Brod und Josef Weinheber

Ausgabe

DAS ARCHIV 2/2019

Autor: Karlheinz Schauder

Seiten: 52-55

Zwei Schriftsteller, die in Prag und Wien, in Böhmen und Österreich zu Hause waren, standen über Jahre und Jahrzehnte im Postdienst. Sie stammten aus recht unterschiedlichen sozialen Verhältnissen, durchliefen ungleiche Bildungswege und arbeiteten später im mittleren und höheren Verwaltungsdienst der Behörde. Die Beamtentätigkeit bot ihnen finanzielle Sicherheit, bedeutete für sie gleichsam das Sprungbrett für ihre literarische Laufbahn. Das haben sie allerdings ihrem ehemaligen Arbeitgeber nur wenig gedankt: In ihren Werken zeichnen sie fast durchweg ein eher negatives Bild von ihrer Tätigkeit bei der Post.

Hermann Kesten hat Max Brod (1884−1968) einmal als „ein Genie vom Postamt“ und Franz Kafka als „ein Genie aus dem Versicherungsbüro“ bezeichnet. Brod erlangte vor allem als Freund und Nachlassverwalter Kafkas Weltruhm, dabei war er selbst ein vielseitiger Autor: Lyriker und Romancier, Librettist und Philosoph. Als er schon weithin mit eigenen Büchern bekannt war, rettete er Kafkas Werk gegen dessen Willen vor der Vernichtung, und nach dem frühen Tod des Freundes gab er seine Tagebücher und Briefe, Romane und Erzählungen heraus und wurde zu seinem ersten Biografen und Interpreten.

(…)

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