Fernsehexpedition nach Südamerika

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Beschreibung

Fernsehexpedition nach Südamerika

Aus einer Akte des Reichspost-Forschungsinstituts

Ausgabe

DAS ARCHIV 2/2019

Autorinnen: Margret Baumann, Elke Schimanski

Seiten: 42-47

Als im Frühjahr 1939 in Argentinien der 11. Weltpostkongress tagte, war unter den Teilnehmern eine Forschergruppe aus Deutschland. Die „Fernsehexpedition“ präsentierte die deutschen Fortschritte auf diesem Gebiet einem internationalen Publikum. Eine Akte im Museum für Kommunikation in Frankfurt gibt Aufschluss über die Reise, an der auch der Mechaniker Hans Töpper aus Berlin teilnahm.

Hans Töpper war 39 Jahre alt, als in Berlin einen Tag vor Weihnachten 1938 sein Dienst- und Reisepass auf dem 85. Polizeirevier ausgestellt wurde. Beruf: Mechaniker, Wohnort: Berlin, Augenfarbe: Blau. Unter der Rubrik „Geltungsbereich des Passes“ stand „In- und Ausland“ sowie: „Im Auftrage des Reichspostministeriums nach Südamerika“.

Seit Juni 1936 war Töpper für den Bau von elektrotechnischen Geräten bei der Forschungsanstalt der Deutschen Reichspost angestellt. „Seine guten Kenntnisse im Bau dieser Geräte […], verbunden mit seinen charakterlichen Vorzügen wie Fleiß, Verantwortungsgefühl, Zuverlässigkeit und Aufrichtigkeit sowie sein vorbildliches Verhalten Vorgesetzten gegenüber veranlassten mich“ – so schrieb sein Vorgesetzter Jahre später – „ihm die Leitung einer Gruppe Mechaniker zu übertragen.“ Sein fachliches Können sei so groß gewesen, heißt es in der Beurteilung weiter, dass er Magnetrons, Indikatoren, Ikonoskope und Starkstromgeräte gebaut habe und maßgeblich am Bau der ersten Fernsehsender und der Sendeanlagen auf dem Brocken und auf dem Feldberg beteiligt gewesen sei.

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