Die politische Wende als persönlicher Umbruch. Hans-Jürgen Niehofs Weg vom IT-Experten zum Minister

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Beschreibung

Die politische Wende als persönlicher Umbruch

Hans-Jürgen Niehofs Weg vom IT-Experten zum Minister

 

Ausgabe

Das Archiv 3/2015

Autor: Friederike Bauer

Seiten: 58-61

Manchmal fügen sich die Dinge im Leben auf unerwartete Weise. Eine Erfahrung, die auch Hans-Jürgen Niehof gemacht hat, und zwar in den aufregenden Monaten der Wendezeit. „Ich war wohl zur richtigen Zeit am richtigen Ort und habe das Richtige gesagt und getan“, erinnert er sich an damals. So kam es, dass Niehof, eigentlich ein Mann aus der Datenverarbeitung, buchstäblich über Nacht zum stellvertretenden Postminister aufrückte und als Geschäftsführender Minister zuletzt sogar den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik begleitete. Dabei hatte sein Lebenslauf bis 1989 nicht vermuten lassen, dass er eines Tages so kometenhaft aufsteigen würde. Als studierter Ökonom des Binnenhandels und Mitglied einer kleinen Blockpartei war er mit der DDR zwar nicht einverstanden, aber er stellte sich auch nicht offen gegen das System, sondern suchte sich in der Datenverarbeitung bei der DDR-Post eine Nische, in der er durchaus erfolgreich, vor allem aber einigermaßen unbehelligt leben konnte.

Das „Richtige“ seinerzeit war ein dreimonatiger Lehrgang an der Zentralen Parteischule der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NDPD), den Niehof ab September 1989 in Waldsieversdorf nahe Berlin absolvierte. Eigentlich hatte er den Kurs längere Zeit vor sich hergeschoben, wollte nicht so recht, weil ihm neben seinen beruflichen Verpflichtungen die Zeit dazu fehlte. Aber dann gab er dem Drängen seiner Partei schließlich nach und meldete sich an.

(…)

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