„Erst mal seh’n, was Quelle hat“ Wie ein fränkisches Versandhaus zum größten Kunden der Post wurde

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„Erst mal seh’n, was Quelle hat“

Wie ein fränkisches Versandhaus zum größten Kunden der Post wurde

 

Ausgabe

Das Archiv 3/2015

Autor: Jürgen Bräunlein

Seiten: 90-95

Jahrzehntelang waren Post und Quelle ein unschlagbares Team. Mit rund 25 Millionen Päckchen und Paketen jährlich war das Fürther Versandhaus in den 1970er-Jahren der größte Einzelkunde der Bundespost. Doch selbst diese Zahl war noch zu toppen. Nach dem Mauerfall folgte eine Art zweite, wenn auch nur kurze Gründerzeit für das größte Versandhaus Euro- pas im beschaulichen Franken. Die Menschen im Osten wollten sich endlich lang gehegte Wünsche erfüllen, und der einfachste Weg war der über den Versandhandel. Für die wiedervereinigte Deutsche Post wie für das Familienunternehmen waren das gigantische logistische Herausforderungen, die am Ende von beiden Seiten mit Bravour gemeistert wurden.

Fürth, die traditionelle Arbeiterstadt im bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken, war selten der Nabel der Welt, stand meistens nur am Rande weltpolitischer Ereignisse und fast immer im Schatten der keine 10 Kilometer entfernten ehemaligen Freien Reichsstadt Nürnberg, die alle Blicke auf sich zog. Doch drei Persönlichkeiten der Stadt, alle auf ihre Weise Wirtschaftspioniere, verhalfen Fürth im 20. Jahrhundert zu Aufschwung und Ansehen weit über die Stadtgrenzen hinaus: Ludwig Wilhelm Erhard, der Vater des „deutschen Wirtschaftswunders“, Max Grundig, Rundfunkgeräte-Pionier, und Gustav Schickedanz, der „Revolutionär des Versandhandels“ (Handelsblatt 1959).  Schickedanz hat die Konsumgesellschaft nochmals neu geprägt. Früher als andere hat er das ökonomische Potenzial des Distanzgeschäfts erkannt und zum Massenvertrieb über den Postweg entwickelt.

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