Die Zimmermann-Depesche. Folgenreiche Nachrichtenentschlüsselung im Ersten Weltkrieg

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Beschreibung

Die Zimmermann-Depesche

Folgenreiche Nachrichtenentschlüsselung im Ersten Weltkrieg

Ausgabe

Das Archiv 3/2010

Autor: Wolfgang Lotz

Seiten: 32-35

Nicht selten sind es Medien, die bei besonderen Ereignissen in der Geschichte eine große Rolle spielen. So sind zwei folgenreiche Telegramme des 19. Jahrhunderts in das Bewusstsein historisch Interessierter eingegangen: die Emser Depesche und die Krüger-Depesche. Erstere war ein Telegramm, mit dem der preußische Geheimrat H. Abeken am 13. Juli 1870 seinen Ministerpräsidenten Bismarck über ein Gespräch unterrichtete, das König Wilhelm I. mit dem französischen Gesandten Graf Benedetti auf der Kurpromenade von Bad Ems über die französischen Forderungen in der Frage der Hohenzollernkandidatur für die spanische Krone geführt hatte. Bismarck kürzte und redigierte dieses Telegramm Abekens dergestalt, dass das Auftreten Benedettis einen ultimativen Charakter erhielt. Mit der Veröffentlichung des dadurch verschärften Textes der Depesche trug er zur Steigerung der antifranzösischen Stimmung in Deutschland bei. Die dadurch schwer brüskierte französische Seite ließ sich wenige Tage später, am 19. Juli 1870, zur Kriegserklärung an Preußen hinreißen.

Die Krüger-Depesche war die Glückwunschbotschaft von Kaiser Wilhelm II. vom 3. Januar 1896 an den Präsidenten der südafrikanischen Republik Transvaal, Paul „Ohm“ Krüger, nach der Abwehr eines Angriffs englischer Freischärler – „Jameson Raid“ – auf transvaalisches Territorium. London, das die Burengebiete als Teil des britischen Empire betrachtete, wurde durch dieses Telegramm des deutschen Kaisers schwer verstimmt. Die Krüger-Depesche belastete das Verhältnis zwischen Großbritannien und dem Deutschen Reich für längere Zeit in erheblichem Maße.

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