Postpolitik am Rhein. Das erste Bundespostministerium in Bonn

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Beschreibung

Postpolitik am Rhein

Das erste Bundespostministerium in Bonn

Ausgabe

Das Archiv 3/2010

Autor: Bettina Oesl

Seiten: 62-66

Als 1949 Bonn zur vorläufigen Bundeshauptstadt der neu gegründeten Bundesrepublik gewählt wurde, konnte niemand ahnen, dass das Provisorium vierzig Jahre halten sollte. Damals gingen alle Beteiligten davon aus, dass Bonn für Parlament und Regierung nur kurze Zeit als Sitz dienen würde. Die Errichtung von Gebäuden für die einzelnen Institutionen stand gar nicht zur Diskussion. Noch im Oktober 1949 beschied Bundesfinanzminister Fritz Schäffer dem Hauptstadtausschuss des Deutschen Bundestages, dass die Errichtung neuer Dienstgebäude für Bundesministerien in Bonn nicht notwendig sei.

Vorangegangen war seit Anfang des Jahres 1949 eine Auseinandersetzung um den vorläufigen Sitz von Parlament und Bundesregierung zwischen Bonn und Frankfurt am Main, die zuerst im Parlamentarischen Rat und dann im Bundestag geführt wurde. Die Bonn-Befürworter errangen einen ersten „Etappensieg“ am 10. Mai 1949 im Parlamentarischen Rat, der seit September 1948 in Bonn tagte. Mit 33 zu 29 Stimmen war für den Sitz in Bonn gestimmt worden. Die Gegner Bonns, die sich für Frankfurt am Main, den Sitz der Trizonenverwaltung, als Bundeshauptstadt stark machten, gaben nach dem Votum des Parlamentarischen Rats die Sache noch nicht verloren. Sie agitierten in den nächsten Monaten fleißig für Frankfurt.

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