Ein bunter Abschied. Postkarten betrauern das Verschwinden der württembergischen Marken

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Beschreibung

Ein bunter Abschied

Postkarten betrauern das Verschwinden der württembergischen Marken

Ausgabe

Das Archiv 03/2016

Autor: Laetitia Eskens

Seiten: 78-80

Am 15. Oktober ist es 165 Jahre her, dass Württemberg seine ersten Briefmarken verausgabt hat. Die Württembergische Post war seit dem 1. Juli 1851 Staatspost in der Selbstverwaltung Württembergs, der Postlehensvertrag mit dem Haus Thurn und Taxis war für eine Abfindung von 1 300 000 Gulden gelöst worden. Einige Monate später, am 1. September des Jahres, trat Württemberg dem Deutsch-Österreichischen Postverein bei und sollte vertragsgemäß Briefmarken einführen. Ein Beitrag in den Postgeschichtlichen Blättern aus Württemberg erinnert an diese Tage: „Da die Zeit drängte, ließ die Württembergische Postkommission den badischen Markenentwurf umarbeiten. (…) Die Marken waren wie die badischen in schwarzem Buchdruck auf farbigem Papier in Werten von 1 Kreuzer auf sämischem, 3 Krz auf gelbem, 6 Krz auf grünem und 9 Krz auf Rosapapier in der J.B. Metzlerschen Druckerei in Stuttgart hergestellt worden. Im Juni 1852 gesellte sich noch ein Wert zu 18 Krz auf Lilapapier dazu.“ Gezähnt waren diese Marken, von denen in den nächsten Jahren fast 30 Millionen verkauft wurden, nicht; erst 1861 wurden von der folgenden Kreuzerserie, die das Wappen des Königreichs trug und auf dünnem weißem Papier gedruckt war, gezähnte Marken ausgegeben.

Anfang der 1870er-Jahre wurde im Deutschen Reich die Goldmark eingeführt, als Dezimalwert der Pfennig; entsprechend wurden neue Marken und Werte für Briefmarken notwendig: 3 Pfennig seidengrün, 5 Pfennig violett, 10 Pfennig rosa. 20 Pfennig blau, 25 Pfennig rotbraun, 50 Pfennig hellgrau und 2 Mark für eine weitere (unverkäufliche) Marke. Einige der Farben wurden ab 1. Januar 1890 geändert, das Markenbild aber blieb bestehen bis zum Jahr 1902.

(…)

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