Ungarische Marken werden Ende 1918 mit „Fiume“ überstempelt, um einen autonomen Staat zu suggerieren

Post aus Fiume. Frühe Beispiele von Propaganda auf Briefmarken

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Produktbeschreibung

Post aus Fiume

Frühe Beispiele von Propaganda auf Briefmarken

Ausgabe

Das Archiv 03/2016

Autor: Oliver Götze

Seiten: 22-29

Der Beitrag gibt einen Einblick in ein Briefmarkenland, welches sich trotz – oder gerade wegen – seiner räumlichen und zeitlichen Überschaubarkeit als interessantes Fallbeispiel manipulativer Briefmarkensprache herausstellen könnte.

Wer sich als Wissenschaftler und Nichtphilatelist Briefmarken zuwendet, um ihre Ikonografie oder historische Stellung zu erforschen, wird um kleine Sammelgebiete wohl anfangs einen Bogen machen. Zu gering erscheinen die Aussichten, verallgemeinerbare Aussagen ableiten, eine langfristige Entwicklung der Bildmotive ablesen oder auf einen hohen künstlerischen Anspruch treffen zu können. Größere Markenländer mit ihren politischen, gesellschaftlichen und stilistischen Brüchen versprechen hier weitaus ergiebiger zu sein. Auch die Stadt Fiume (heute: Rijeka) muss mit einer nur sechsjährigen Zeitspanne einer wie auch immer gearteten Autonomie (1918–24) wohl als kleines Sammelgebiet gelten. Immerhin wurden in der kurzen Phase jedoch fünf größere Serien und verschiedene Einzelmarken ausgegeben, deren Motive nur auf den ersten Blick gewöhnlich erscheinen: Neben Stadtveduten, Denkmalen und historischen Verweisen sind zum Beispiel die venezianische Markuskirche und der Kopf des Dichters Gabriele d’Annunzio zu entdecken. Wie lässt sich eine derartige Motivwahl erklären? Führten persönliche Vorlieben der Künstler zu diesem Potpourri an Bildern? Oder stecken nicht sofort erkennbare politische Ambitionen hinter den Ausgaben?

(…)

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