Freie Fahrt für gelbe Engel. Der ADAC: Dienstleister für den mobilen Alltag

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Beschreibung

Freie Fahrt für gelbe Engel

Der ADAC: Dienstleister für den mobilen Alltag

Ausgabe

Das Archiv 1/2014

Autor: Benedikt Burkard

Seiten: 16-19

Wer es gut meint, spricht von der Stadt mit sieben Hügeln und schwärmt von Anhöhen und Tälern. Weil diese Hügel Killesberg, Bopser oder Uhlandshöhe heißen, ist klar, dass nicht Rom oder San Francisco gemeint sein können. „Auf aussichtsreichen Wegen bergauf und bergab rund um den Stuttgarter Talkessel. Ganztagestour mit Einkehr und vielen Stopps an den Aussichtspunkten“, Start 10 Uhr am Schlossplatz, lautet denn ein Angebot des ADFC Stuttgart, des Regionalverbands des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. Sportlich radeln, das sind die Stuttgarter gewohnt, und nicht von ungefähr gründen sie früh den Radfahrer Verein Stuttgart 1886 und den RSV Stuttgardia, wo der Radrennsport eine große Rolle spielt. Wer die Anstrengung aber scheut, kann sich schon bald − in Neckarsulm baute die Neckarsulmer Fahrradwerke AG (NSU) ab 1901 auch Motorräder – das Stuttgarter Auf und Ab leichter machen. Es dauert nicht lange, und im Vereinslokal der Radler gehen auch die Motorradfahrer ein und aus.

Im Mai 1903 kommt es folgerichtig zur Abspaltung der Motorisierten vom Radfahrer Verein, sie gründen die Deutsche Motorradfahrer-Vereinigung (DMV). Der neue Verein soll ein Gegenstück zur Organisation der Herrenfahrer sein, dem Deutschen (ab 1905 sogar: Kaiserlichen) Automobilclub (KAC): Die Mitglieder der Neugründung fahren eben nicht auf vier, sondern auf zwei Rädern. Neben der Organisation von Sportveranstaltungen dient der Verein bald auch ganz handfesten Interessen, indem er günstige Versicherungskonditionen und billiges Benzin für die Mitglieder aushandelt sowie die „Abwehr ungerechtfertigter Verbote“ betreibt. Ein Feind ist etwa der bayerische Pflasterzoll, der für die Stadtdurchfahrt erhoben wird, für Ingolstadt beispielsweise 30 Pfennig; ein Betrag, für den man damals einen Liter Bier auf dem Oktoberfest trinken konnte. Auch eine Vereinszeitschrift entsteht.

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