Guttapercha

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Beschreibung

Guttapercha

Das Wundermittel aus dem Dschungel

Ausgabe

Das Archiv 3/2006

Autor: Rolf Barnekow

Seiten: 86-93

Die Geschichte der Kommunikation über die Meere ist eng mit einer Pflanze verbunden, die den fremd klingenden Namen Isonandra gutta oder Palaquium gutta trägt. Ihr milchig-klebriger Saft spielte bei der Herstellung von Seekabeln eine entscheidende Rolle. Guttaperchabäume erreichen eine Höhe von bis zu 20 Metern und einen Durchmesser bis zu einem Meter. Die Blattoberfläche der Pflanze ist glatt und hellgrün, die Unterseite dagegen mit silbernen Härchen besetz und gelblichbraun.

Wichtigster Bestandteil eines Unterwasserkabels ist neben den Kupferadern das Isolationsmaterial. Es muss langfristig konstante Isoliereigenschaften besitzen, dabei aber auch den mechanischen und den wechselnden thermischen Belastungen auf Dauer standhalten. Der Wasserdruck in Tiefen bis zu 5.000 Metern ist gewaltig; in Folge der Strömungsverhältnisse kommt es außerdem zu Bewegungen auf dem Meeresgrund und dadurch zu Zug und Abrieb. Zudem sollte das Isoliermaterial auf keinen Fall das zu schützende Kupferkabel angreifen oder verändern. Versuche mit Wachs, Schellack, Kautschuk und Teer verliefen unbefriedigend.

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