Kabelschäden durch ankernde Schiffe

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Beschreibung

Starker Draht am Flunken

Kabelschäden durch ankernde Schiffe

Ausgabe

Das Archiv 3/2006

Autoren: Rainer Jurschek und Björn Eggert

Seiten: 35-39

Das Museum für Kommunikation Hamburg zeigt im „Wasserraum“ seiner Dauerausstellung das Fragment eines durch einen Schiffsanker zerstörten Seekabels. Das wie Kabelsalat anmutende Exponat entstammt dem zwischen der mecklenburgischen Küste und der dänischen Insel Falster verlegten Seekabel Sk 884, das seit 1931 Warnemünde mit Gedser verbindet. Es war das letzte von insgesamt vier zwischen Deutschland und Dänemark verlegten Fernsprechseekabeln (Dänenkabel IV). Mit seinen 44 Sprechkreisen und einer Rundfunkleitung war das 47 Kilometer lange Seekabel das bis dahin leistungsfähigste. Es stellte Fernsprech- und Telegrafenverbindungen von Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Moskau, Prag, Warschau, Wienund Zürich nach Kopenhagen bereit.

Durch die deutsche Teilung infolge des Zweiten Weltkrieges entstanden dann unterschiedliche Nachrichtenwege in die dänische Hauptstadt: Die DDR bediente sich weiterhin des Dänenkabels IV von 1931 als Verbindung nach Dänemark. Die Bundesrepublik dagegen nahm im Oktober 1954 zusätzlich zu den beiden bereits seit 1932 beziehungsweise 1940 bestehenden westdeutsch-dänischen Fernkabelverbindungen nach Jütland von Hamburg aus eine Richtfunklinie in Betrieb. Diese verlief über Puttgarden auf der Insel Fehmarn nach Hyldager auf der dänischen Insel Lolland. Mit dem Einschalten der neuen Richtfunkverbindung wurden die auf der Strecke Lübeck-Rostock-Warnemünde-Gedser bislang immer noch in Fern- und Seekabeln der DDR geführten westdeutschen Leitungswege von Frankfurt/Main und Hamburg nach Kopenhagen entbehrlich und daher aufgegeben.

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