„Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört!“ Der Weg zur deutschen Einheit

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Beschreibung

„Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört!“

Der Weg zur deutschen Einheit

 

Ausgabe

Das Archiv 3/2015

Autor: Veit Didczuneit

Seiten: 6-9

Der Mauerfall in der Nacht vom 9. zum 10. November 1989 gehört zu den Sternstunden der Menschheit. „Solche dramatisch geballten, solche schicksalsträchtigen Stunden, in denen eine zeitüberdauernde Entscheidung auf ein einziges Datum, eine einzige Stunde und oft nur eine Minute zusammengedrängt ist“, so der Schriftsteller Stefan Zweig, „sind selten im Leben eines einzelnen und selten im Lauf der Geschichte.“ Das vielerorts in dieser Nacht in Berlin zu hörende „Wahnsinn“ war überschwänglicher Ausdruck von Freude, Begeisterung und Glück der Menschen über das unverhoffte weltgeschichtliche Ereignis. „Vor dem 9. November 1989 – Berlin, Fall der Mauer – kam der 9. Oktober in Leipzig. Vor der Einheit“, betont Joachim Gauck, „kam die Freiheit! Nicht vergessen!“ Vor der friedlichen Revolution im Herbst 1989 in der DDR gab es den Aufstand am 17. Juni 1953 in der DDR, gab es Freiheits-und Reformbestrebungen und Aufstände in Ungarn, der ČSSR und Polen.

Mit dem Mauerfall wurde aus den Rufen der ersten Montagsdemonstrationen „Wir sind das Volk!“ rasch das Bekenntnis „Wir sind ein Volk!“. Am 19. Dezember 1989 versprach Bundeskanzler Helmut Kohl in Dresden den jubelnden und Deutschland-Fahnen schwenkenden Menschen: „Mein Ziel bleibt, wenn die geschichtliche Stunde es zulässt, die Einheit unserer Nation.“ In Anerkennung des gesamtdeutschen Einheitswillens begannen am 13. Februar 1990 die einstigen Siegermächte des Zweiten Weltkriegs und die beiden deutschen Staaten die Zwei-plus-vier-Verhandlungen, in denen bis zum Sommer 1990 die internationalen Hindernisse für die Deutsche Einheit Schritt für Schritt beseitigt wurden.

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