Kraftpost im Siegkreis

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Beschreibung

Kraftpost im Siegkreis

Ausgabe

Das Archiv 1/2007

Autorin: Sabine Opheys

Seiten: 76-79

Die Kraftpostlinie Siegburg–Much– Marienfeld wurde am 5. August 1920 eröffnet und war die erste posteigene Omnibuslinie im Reichpostbezirk Köln. Schon durch die Einrichtung von Postkutschenverbindungen nach Köln-Deutz, Beuel, Overath und Much war die Stadt Siegburg zum Verkehrsknotenpunkt geworden. Die Personenposten der preußischen Post waren in kleineren Orten an ortsansässige Fuhrunternehmer verpachtet. In Siegburg betrieb der Gastwirt und Fuhrunternehmer Bernhard Milz die Postfuhrhalterei bis zum Jahre 1885, danach ging sie über auf den Fuhrunternehmer und Wagenbauer Friedrich Heine. Zusätzlich beförderte auch der Gastwirt und Fuhrunternehmer Heinrich Roth Personen mit einem Pferdeomnibus von Siegburg nach Seelscheid und gegebenenfalls auch bis Much. Das war für die Personenpost der Reichspost keine Konkurrenz, da ihr Schwerpunkt auf der Postsachenbeförderung lag.

Heinrich Roth aber erhielt von der Regierung in Köln eine Beförderungsgenehmigung zum Transport mit einem Kraftwagen. Daher befuhr er ab dem 12. März 1910 mit einem Daimler-Omnibus die erste Kraftomnibuslinie Siegburg– Much–Marienfeld. Die Beförderungszeit betrug für die 25 Kilometer lange Strecke anderthalb Stunden. Der Erste Weltkrieg stoppte diese Entwicklung und es wurden wieder Postkutschen eingesetzt. Nach Kriegsende gab es verschiedene Bestrebungen zur Einrichtung von Omnibuslinien im Siegkreis. Der Landrat und die Bürgermeister gingen davon aus, dass mit einer Kraftpostlinie Siegburg–Much–Marienfeld nicht zu rechnen sei.

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