Münchener Pionierleistung: Die fahrbare Telefon-Anmeldestelle

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Beschreibung

Münchener Pionierleistung

Die fahrbare Telefon-Anmeldestelle

Ausgabe

Das Archiv 4/2006

Autor: Karl Bürger

Seiten: 82-85

Einmal für das Telefon werben zu können – das war der Wunsch von Bundespostminister Richard Stücklen, den er am 29.April 1966 in seiner Festansprache anlässlich der Außerbetriebnahme der letzten handbedienten Ortsvermittlungsstelle im niedersächsischen Uetze aussprach. Es fehle aber, so der Minister, leider an Mitteln, um die große Nachfrage zu befriedigen. 1965 sei zwar ein „Rekordzuwachs“ von 400000 neuen Anschlüssen erreicht worden, womit sich die Gesamtzahl auf 5,8 Millionen erhöht habe, dennoch müssten 294000 „Telefonbewerber“ zum Teil noch Jahre auf ihren Anschluss warten.

Rund zehn Jahre später stagnierte die Nachfrage und die einst erträumte Werbung für den Fernsprecher startete. Das jetzt von Kurt Gscheidle geleitete Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen verfügte einen „Plan für die Werbung und Kundenberatung 1976/77“. Dieser ließ den Fernmeldeämtern ungewohnt freie Wahl hinsichtlich der zu erzielenden Steigerung der Effektivität der Werbe- und Beratungsmaßnahmen. 1976 war das Telefonnetz zwar flächendeckend ausgebaut, dennoch war die Vollversorgung noch lange nicht erreicht. In den Wohnungen standen Wählscheibentelefone des Typs „FeTAp 611“ in der „Regelfarbe“ grau, hin und wieder auch solche in „farngrün“, „lachsro“, „ockergelb“ oder „hellrotorange“, für die jedoch bislang eine Mehrgebühr bezahlt werden musste. Nun fiel sie weg, und die Einrichtungsgebühr von 200 D-Mark für einen „Fernsprechhauptanschluss“ konnte in 20 Monatsraten bezahlt werden. Darüber hinaus kam nun der Kunde in den Genuss von jeweils 50 gebührenfreien Ortsgesprächen während der ersten drei Monate nach der Bereitstellung eines Telefonanschlusses.

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