Regionale Postgeschichte in Mertingen. Das private Postmuseum von Alfred Hopfner

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Beschreibung

Regionale Postgeschichte in Mertingen

Das private Postmuseum von Alfred Hopfner

 

Ausgabe

Das Archiv 2/2015

Autor: Thomas Rode

Seiten: 86-89

In der Lech-Ebene gelegen, unweit von Donauwörth, wo einige Kilometer entfernt der Lech in die Donau mündet, liegt die kleine Ortschaft Mertingen; sie gehört zum Regierungsbezirk Schwaben, eine halbe Autostunde nördlich von Augsburg, etwas über eine Stunde südlich von Nürnberg. Namhafte Firmen haben sich hier angesiedelt: die Molkerei Zott und der Wohnwagenhersteller Fendt, dessen weitläufiges Gelände man schon von der fast autobahnbreit ausgebauten Bundesstraße 2 erblickt. Auch der Büroartikelhersteller Sigel ist in Mertingen ansässig, und so gibt es in der 3 500 Seelen zählenden Gemeinde fast mehr Arbeitsplätze als Einwohner, eine Art Hotspot der bayerisch-schwäbischen Industrie. Postgeschichtlich interessant ist das kleine, aber feine Postmuseum, das der Zusteller Alfred Hopfner hier im industriell geprägten Mertingen aufgebaut hat. Wer sich also über die Post im Allgemeinen und die Arbeitsbedingungen der Postler informieren will, muss nicht in die Ferne, nach Nürnberg oder Frankfurt, schweifen.

Alfred Hopfner arbeitet seit fast 45 Jahren bei der Post, seit 2001 im nahe gelegenen Asbach-Bäumenheim. Der Weinbrand allerdings stammt nicht von hier, Asbach Uralt wurde nach dem Unternehmensinhaber Hugo Asbach benannt und stammt aus Rüdesheim am Rhein, nicht von hier, weiß Alfred Hopfner lachend zu berichten. Und der freundliche Zusteller weiß noch viel mehr: Seine umfangreichen Sammlungen kennt er aus dem Effeff, sie reichen vom Postbeutel bis zum Postverteilschrank, von Geldsortier- und Rechenmaschinen bis zu Briefkästen. Entbrannt ist seine Sammelleidenschaft vor gut fünfzehn Jahren. „Als ich erfuhr, dass unser Mertinger Postamt bald geschlossen werden soll, begann ich, alles zu sammeln, was ausrangiert wurde“, erzählt Hopfner. Bei der Suche nach einer Präsentationsfläche für seine Sammlung half ihm die Ehefrau des früheren Donauwörther Amtsvorstehers AntonWunderer, damals Erster Vorsitzender der „Mertinger  Museumsfreunde“, die das Museum „Alte Schule“ betrieben. Sie konnte, nach einigem Zögern, Räume für die Postsammlung zur Verfügung stellen, und Hopfner machte sich ansWerk. Inzwischen ist die Dame über neunzig Jahre alt und Ehrenvorsitzende des Museumsvereins.

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