Sonnenblitze in der Wüste. Die Lichttelegrafie in Deutsch-Südwestafrika 1899-1915

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Beschreibung

Sonnenblitze in der Wüste

Die Lichttelegrafie in Deutsch-Südwestafrika 1899-1915

Ausgabe

Das Archiv 2/2017

Autor: Veit Didczuneit

Seiten: 14-27

Kommunikation mit Lichtgeschwindigkeit: In der Geschichte der Nachrichtenübermittlung ist die herausragende Bedeutung der Heliografie, der Lichttelegrafie, begrenzt auf ein halbes Jahrhundert, von 1870 bis 1920. Für Deutschland ist diese Kommunikationstechnik sogar nur 20 Jahre wichtig, von 1900 bis 1920. Die folgende Leistungssteigerung der Funktechnik verdrängte die kostengünstige drahtlose Lichtkommunikation auf einen Nischen- oder Reserveplatz.

Im November 1903 hielt sich der deutsche Ingenieur Georg Lang in Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia) auf, um an der „Fischfluss-Expedition“ teilzunehmen, die im Auftrag der Deutschen Kolonialgesellschaft unter Leitung von Alexander Kuhn nach Bewässerungsmöglichkeiten für das Land suchte. Am 4. November kaufte er in Windhuk für stattliche 127 Mark zuzüglich 11,20 Mark für den Gepäcktransport die Fahrkarte für den Postwagen in den Süden der deutschen Kolonie. „Zugleich lasse ich Herrn Kuhn nach Gibeon heliographieren“, notierte er in seinem Reisetagebuch, „dass ich mit der Post komme.“ Die 500 Kilometer lange Heliografenverbindung von der Hauptstadt Windhuk nach Keetmanshoop, dem bedeutendsten Verkehrsort im Süden, war am 9. Dezember 1901 bis Gibeon eingeweiht und Mitte 1902 bis Keetmanshoop fertiggestellt worden.

(…)

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