Souvenirs, Souvenirs

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Beschreibung

Souvenirs, Souvenirs

Schallbildpostkarten

Ausgabe

Das Archiv 4/2007

Autor: Valerie Mohn

Seiten: 22-25

Mit diesem Ohrwurm besang Bill Ramsey die Leidenschaft, Stücke der Erinnerung zu sammeln und aufzubewahren. Wer erinnert sich nicht gerne an Erlebtes, Gehabtes, Bereistes oder Gewesenes? Eine ganz besondere Form desAndenkens ist die Schallbildkarte. Ältere Leser erinnern sich bestimmt noch an die mit empfindlichen Rillen überzogenen schrillbuntenAnsichtskarten. Die musikalische Botschaft konnte man in den 50er-und 60er-Jahren an Souvenirständen erwerben und an die Daheimgebliebenen verschicken.

Die tönende Postkarte war beliebt und tatsächlich plattenspielertauglich. Schallbildkarten bestehen aus einer auf die Rückseite einer Postkarte geklebten Miniaturschallplatte, durch die mittig ein Loch gestanzt ist. Meist begleitet von dem Hinweis „Mindestens 50-mal abspielbar!“ waren es bis zu DIN-A5-große Karten, meist im 45er-Single-Abspielformat. Kleinere Vorläufer dieser klingenden Urlaubsgrüße gab es sogar schon zu Zeiten der Schelllackplatte. Auch die Bandbreite der Motive deckt ein beachtliches Spektrum ab. Aus Neapel kam das unvermeidliche „O sole mio“. Von der Karte mit dem Foto des Berliner Funkturms an der Masurenallee erklingt die Melodie „Ich hab noch einen Koffer in Berlin“, und das Heidelberger Schloss liefert auf dem Plattenteller das Studentenlied „Alt-Heidelberg du Feine“.Auch in der DDR gab es Bildpostkarten mit Musik, die Colorvox-Karten. So erklang von einem Motiv aus Oberhof im Thüringer Wald das Lied „Auf der Oberhofer Höh“.

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