Tiere im Kriegsdienst. Brieftauben und Meldehunde 1914-1918

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Beschreibung

Tiere im Kriegsdienst

Brieftauben und Meldehunde 1914-1918

 

Ausgabe

Das Archiv 1/2015

Autor: Thomas Jander

Seiten: 14-23

Tiere dienen den Menschen seit Tausenden von Jahren. Als domestizierte Nutz- und Heimtiere leben sie mit den Menschen und sind zudem ein Zeugnis menschlicher Evolution beziehungsweise Kultur: Mal sind sie „Werkzeuge“ und mal – je nach kultureller Grundierung – emotionsbesetzte Wegbegleiter. Die Kehrseite dieses symbiotischen Verhältnisses hat ebenfalls eine weit zurückreichende Historie: Der Mensch nutzt „seine“ Tiere im Krieg, seit er Kriege führt: Pferde und Rinder als Reit- und Zugtiere, Hunde im Wach- oder Kampfeinsatz, Tauben zur Nachrichtenübermittlung. Von Letzteren handelt der folgende Beitrag – von Tauben und Hunden als militärischen Nachrichtenüberbringern im Ersten Weltkrieg.

Die Verwendung von Tauben als Boten in kriegerischen Auseinandersetzungen hat eine lange Geschichte. Vor etwa 5 000 Jahren begann der Mensch damit, Tauben zu domestizieren. Zunächst als reines „Zeichensystem“ eingesetzt − man ließ Tauben aufsteigen, um ein bestimmtes Ereignis zu verkünden −, wurden die Tiere schon in der griechischen Antike als Boten genutzt. Nach dem römischen Chronisten Claudius Aelianus sendeten die griechischen Olympioniken Tauben mit Siegesbotschaften heimwärts. Und auch die militärische Nutzung geht zurück bis in die Antike: Plinius der Ältere beschreibt die Kommunikation der eingeschlossenen Truppen des Brutus mittels Tauben bei der Belagerung von Mutina, dem heutigen Modena, durch Marcus Antonius im Jahr 43 vor Christus.

Bis ins 19. Jahrhundert blieben Tauben die einzige Möglichkeit, Nachrichten mehr oder weniger unbemerkt und schnell über weite Strecken zu transportieren. Und auch als der Siegeszug der elektrischen Telegrafie begonnen hatte, waren Brieftauben im Krieg weiter wichtig. Geradezu essenziell für den Austausch von Informationen wurden Tauben während der Belagerung von Paris im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Von Heißluftballons aus sendete man 500 Tiere aus der eingeschlossenen Stadt. 100 von ihnen kehrten zurück und brachten große Mengen fotomechanisch verkleinerter amtlicher und privater Nachrichten nach Paris.

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