Tonband, Kompakt-Kassette und Video. Entwicklung und Nutzen magnetischer Speichermedien

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Beschreibung

Tonband, Kompakt-Kassette und Video

Entwicklung und Nutzen magnetischer Speichermedien

Ausgabe

Das Archiv 1/2011

Autor: Friedrich Engel

Seiten: 6-13

Es war Ende März 1942, als die zweiundachtzigjährige Bauernmagd Gertrud Niedermeier aus Vinten im Südtiroler Pustertal Volkslieder für ein wissenschaftliches Projekt auf ein Tonband sang. Dass es ihre eigene Stimme war, die man ihr danach vorführte, konnte sie kaum fassen, meinte aber, „dass der recht gut singt“ und wollte unbedingt „mit dem in dem Kaschtl drin … sekundieren“, also die zweite Stimme dazu singen. Schade, dass seinerzeit die Magnetbandgeräte noch keine Playback-Aufnahmen machen konnten, das „alte Geadele“ (so ihr Beiname) wäre aus dem staunen nicht mehr herausgekommen.

Zwanzig Jahre später hatten sich Magnetbandgeräte auch im privaten Bereich längst durchgesetzt, und auf der Wunschliste eines Jugendlichen stand in den 1960er-Jahren nicht das iPhone, sondern ein Tonbandgerät. Hatten die Anschaffungs- und Betriebskosten zunächst verhindert, dass Magnetbandgeräte auch für die private Kommunikation genutzt werden konnten, gab es ab ungefähr 1950 weniger anspruchsvolle und damit preisgünstigere Tonband, Kompakt-Kassette und Video Heimtonbandgeräte, mit denen aus Rundfunk- und Schallplattenüberspielungen individuelle Musikkonserven zusammengestellt wurden.

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