Was rastet, das rostet. Ein Fahrzeug ist kein Stehzeug

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Beschreibung

Was rastet, das rostet

Ein Fahrzeug ist kein Stehzeug

Ausgabe

Das Archiv 1/2014

Autor: Frank Gnegel

Seiten: 75-79

Postkutschen gelten als Inbegriff des gemütlichen Reisens und sind, auch dank den davorgespannten Pferden, besondere Sympathieträger. Die Museen für Kommunikation setzen sie bei vielen Veranstaltungen ein. So gehört etwa die Kutsche seit Jahrzehnten zum Nürnberger Christkindlesmarkt, zuletzt war auch in Frankfurt eine „Weihnachtskutsche“ unterwegs. Es sind Doppel-Berlinen, die 1938 in der Kutschenfabrik August Nowack in Bautzen gebaut wurden – nach einem Vorbild der Kaiserlichen Reichspost aus dem Jahre 1875. Mit neun Sitzplätzen ist ihr Platzangebot relativ groß, und die Technik entspricht modernen Sicherheitsstandards. Und nicht zuletzt befinden sich mehrere Exemplare dieses Typs in der Sammlung, sodass eine gewisse Abnutzung – seien es Flecken auf den Polstern oder Kratzer am Lack – leichter zu verschmerzen ist.

Dass historische Kraftfahrzeuge auch im Betrieb eingesetzt werden, ist dagegen eher neu. Sie stammen wie die Kutschen aus der Sammlung der Museumsstiftung, wo rund 200 historische Fahrzeuge aus über 100 Jahren Mobilitätsgeschichte die Modell- und Typenvielfalt bei Post und Telekom repräsentieren. Senior unter den Oldtimern ist der erste bayerische Postomnibus aus dem Jahre 1905, das jüngste Fahrzeug ist ein Smart von DHL aus dem Jahre 2008. In den trockenen und beheizten Hallen des Museumsdepots in Heusenstamm stehen sie geschützt, sodass sie auch kommenden Generationen als Anschauungsmaterial dienen können. Rost und Korrosion kommen zum Stillstand; die Karosserie nimmt keinen Schaden. Äußerlich scheinen sich die Fahrzeuge auch in Jahrzehnten der Aufbewahrung nicht zu verändern.

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