Zur Geschichte der Reproduktionstechnik

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Beschreibung

Auf den Punkt gebracht

Zur Geschichte der Reproduktionstechnik

Ausgabe

Das Archiv 1/2010

Autor: Hanns-Peter Schöbel

Seiten: 80-89

Wort und Bild sind gleichermaßen schon in frühen menschlichen Kulturen zur Informationsweitergabe genutzt worden. Doch: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ − dieses Sprichwort steht für den Mehrwert von Bildern gegenüber dem reinen Text. Das Bild bringt Aussagen meist schnell auf den Punkt, es wirkt unmittelbar, emotional und konkret zugleich. In der Werbung haben wir es im Wesentlichen mit Bildern zu tun – oft auch reduziert als Codes (Sinnbilder) oder Zeichen.

Bilder im Druck zu vervielfältigen war bis Ende des 18. Jahrhunderts eine sehr aufwendige und anspruchsvolle Arbeit, die mit der Hand in Gravur- oder Schneidetechnik vor allem in feinen Linien ausgeführt wurde. Grundsätzlich gibt es – und das gilt für Text und Bild gleichermaßen – drei verschiedene Druckverfahren. Das sind der Hochdruck, bei dem die hochstehenden Teile der Druckform, der Druckstock, die Farbe abgeben, der Tiefdruck, bei dem die Einkerbungen die Farbe abgeben, sowie der 1796 von Alois Senefelder erfundene Flachdruck, heute dominierend als Offsetdruck verbreitet. Bei diesem wird die auf einer Ebene haftende Farbe übertragen. Als Hochdruckverfahren sind der Holzschnitt und der Holzstich bekannt, Tiefdruckverfahren sind zum Beispiel der Kupferstich (1446) und die Radierung (1483). Dürer und Rembrandt gehören zu den Künstlern, die diese Techniken in Vollendung ausgeführt haben. Der um 1820 entwickelte Stahlstich zeichnet sich durch präzise Druckschärfe aus und wurde vor allem bei der Herstellung von Wertpapieren – für Geld, Aktien oder Briefmarken – angewandt. Bilder und größere Textmengen konnten in diesen Techniken nicht in einem Arbeitsgang und für den Massenbilderdruck nicht schnell genug gedruckt werden. Dies war erstmals durch das Flachdruckverfahren möglich.

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