150 Jahre Landpost in Rheinhessen

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Beschreibung

150 Jahre Landpost in Rheinhessen

Ausgabe

Das Archiv 2/2011

Autor: Manfred Hinkel

Seiten: 68-70

Am 21. Mai 1861 richtete die Thurn-und-Taxis-Lehenspost in der Provinz Rheinhessen des Großherzogtums Hessen die Landpost ein. Auf eigene Kosten übernahm sie die Aufgaben des in der Region seit 1798 bestehenden Staatsbotenwesens, das die Dienstpost für die politischen Gemeinden und Staatsanstalten, aber auch private Post besorgt hatte. Wenn es bis Mai 2011 also keine Änderung in der Postzustellung gibt, wird der werktägliche Service der Post in Rheinhessen, das nach dem Zweiten Weltkrieg ohne die rechtsrheinischen Vororte von Mainz zur Französischen Zone gehörte und seit 1948 zu Rheinland-Pfalz, 150 Jahre alt; kriegsbedingte Unterbrechungen bleiben dabei jedoch unberücksichtigt.

Am Ende des 18. Jahrhunderts befanden sich im Raum des späteren Rheinhessen die Poststellen mit Ausnahme von Alzey in Orten entlang der Straße am Rhein, nämlich in Worms, Alsheim, Guntersblum, Oppenheim, Mainz, Nieder-Ingelheim und Bingen. Die von Thurn und Taxis betriebene Reichspost besorgte Briefe und Pakete von Poststelle zu Poststelle, kümmerte sich jedoch nicht um das Einsammeln und Verteilen der Sendungen in der Fläche. Wie sich Gemeinden, aber auch Privatleute hier zu helfen wussten, belegt beispielhaft die Chronik von Westhofen: Im Jahr 1791 erhält der „Wormsser Bott“ einen Gulden „wegen das Jahr hindurch habender Herrschafftlichen und Gemeinen Verrichtungen“.

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