„Jeder soll froh sein, wenn er noch zu Hause ist“. Eine Spurensuche über Feldpostbriefe

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Beschreibung

„Jeder soll froh sein, wenn er noch zu Hause ist“

Eine Spurensuche über Feldpostbriefe

Ausgabe

Das Archiv 2/2011

Autor: Renate Rüb

Seiten: 76-81

Im November 2008 starb die Rentnerin Marta Rüb im stattlichen Alter von 91 Jahren. In ihrem Nachlass fanden die Angehörigen einen grauen Karton, auf dem in Sütterlinschrift geschrieben steht: „Vorsicht Post vom Krieg 1939– 1945“. Darin waren Briefe, die sich Marta, ihre Brüder Friedrich, Karl und Kurt und die Eltern im Zweiten Weltkrieg geschrieben hatten, dazu Fotos, amtliche Dokumente und private Aufzeichnungen aus der Zeit des Nationalsozialismus.

Die drei Söhne der Familie hatten zwischen 1937 und 1944, nachdem sie zum Reichsarbeitsdienst und zur Wehrmacht eingezogen worden waren, rund 350 Briefe und Postkarten an die Eltern in Brackenheim und an die Schwester in Stuttgart geschrieben. Der Großteil der Korrespondenz stammt vom ältesten Sohn der Familie, der schon 1935 eingezogen wurde. Von den jüngeren Brüdern, die 1939 erst 15 und 14 Jahre alt waren, sind entsprechend weniger Briefe vorhanden. Einige wurden auf Briefpapier oder einfachem Schreibpapier geschrieben, andere auf Feldpostpapier oder auf dem, was gerade zur Hand war: Packpapier, Durchschlagpapier oder ein Kalenderblatt. Nur zum Teil sind die Umschläge erhalten. Von den Briefen, die an die Brüder adressiert waren oder die diese sich gegenseitig schrieben, sind nur wenige überliefert.

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