China im Sammelfieber

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Beschreibung

Drachen, Mao und Olympische Spiele

China im Sammelfieber

Ausgabe

Das Archiv 3/2008

Autor: Marianne Friese

Seiten: 28-33

Mitten in Peking liegt einer der beliebtesten Tauschmärkte für Briefmarken. Der Markt befindet sich in Qianmen, einer Gegend südlich des Platzes des Himmlischen Friedens. Eigentlich ein sehr chinesisches Viertel; man erwartet Hutongs und flanierende Chinesen, die ihren freien Nachmittag genießen. Doch die Hauptstadt ist im Umbau, die Olympiade liegt in naher Zukunft, und die ganze Stadt gleicht einer einzigen großen Baustelle. Allein der Weg zu diesem Markt ist ein Abenteuer für sich, denn er windet sich durch enge Gassen, die von schreienden Markthändlern und Bauarbeiten gesäumt sind. Einige Verirrungen später erreicht man dann den Ort, an dem sich chinesische Briefmarkensammler treffen und austauschen. Allerdings findet man ihn nicht ohne Hilfe, denn er liegt im Untergeschoss eines Kaufhauses. Während draußen laute Musik tönt, um möglichst viele Kunden anzulocken, macht sich der erwartungsvolle Besucher auf den Weg in die Katakomben des Gebäudes.

Von außen nicht zu erkennen, befindet sich unten ein Markt für Briefmarken aus aller Herren Länder. Ein seltsamer Duft liegt in der Luft, es riecht nach altem Papier, ein wenig muffig, aber der Geruch passt zur Atmosphäre. Die meist ältere Kundschaft durchstöbert Briefmarkenalben nach kleinen Schätzen, um ihre Sammlungen zu ergänzen. Der Besuch von Laowais (chinesischer Ausdruck für Ausländer) sorgt für etwas Überraschung, jedoch wird man herzlich begrüßt und bekommt begeistert viele Marken vorgeführt.

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