Die Kraftpost im Raum Bayreuth

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Beschreibung

Der lange Abschied

Die Kraftpost im Raum Bayreuth

Ausgabe

Das Archiv 3/2008

Autor: Heinz Friedel

Seiten: 82-85

Mit der Überleitung des Dienstzweiges Postreisedienst, früher „Kraftpost“ genannt, auf die Bahn vor 25 Jahren, am 1. Dezember 1983, ging nicht nur für das Bayreuther Land, sondern für ganz Nordbayern eine Epoche zu Ende. Danach verkehrten Postbusse nur noch für kurze Zeit im Allgäu, vor allem wegen der grenzüberschreitenden Linien mit Österreich, und im Raum Ingolstadt. Aber auch dort kam am 31. Mai 1985 das Aus, 80 Jahre nach der Eröffnung der ersten Motorwagenlinien Bad Tölz–Lenggries und Sonthofen–Hindelang am 1. Juni 1905.

Im Bayreuther Land hatte mit der Einrichtung der Motorpostlinie Bayreuth–Berneck–Weißenstadt– Wunsiedel–Marktredwitz am 1. Juni 1911 das Zeitalter der Kraftpost begonnen. Es war die erste Linie im Bereich der damaligen Kgl. Oberpostdirektion Bamberg und wurde nur als Sommerlinie von Mitte Mai bis Mitte Oktober betrieben. Die Fahrzeit für die 58,6 Kilometer von Bayreuth nach Marktredwitz betrug seinerzeit drei Stunden und 50 Minuten, als Fahrpreis waren 3,50 Mark zu entrichten. In Weißenstadt wurden während des Aufenthalts der Wagen Bier und kalte Speisen zu mäßigen Preisen angeboten. Pro Fahrgast durfte ein Kind bis zu einem Meter Körperlänge kostenlos mitgenommen werden, sofern das Kind keinen eigenen Platz im Wagen einnahm, sondern auf dem Schoß einer erwachsenen Person mitgenommen wurde. Die Befürchtungen, die Linie würde sich nicht rentieren, erwiesen sich als unbegründet. Bereits 1912 lieferte sie den zweithöchsten Überschuss aller nordbayerischen Linien.

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