Der letzte Pferdeeinsatz bei der Deutschen Bundespost

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Beschreibung

Der letzte Pferdeeinsatz bei der Deutschen Bundespost

Vor 50 Jahren in Wuppertal

Ausgabe

Das Archiv 4/2008

Autor: Volkhard Stern

Seiten: 72-75

Bereits seit 1490, als Franz von Taxis eine Postverbindung von Innsbruck nach Mechelen in Form einer Reiterstafette etablierte, ist der Einsatz von Pferden im Dienst der Post belegt. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts begann der Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Pferdepostkursen zur Beförderung von Briefen, Paketen und Reisenden. Für Jahrhunderte waren Tiere entscheidend beteiligt am Erfolg der Post. Mit dem Aufkommen der Eisenbahn aber begann der Niedergang der Pferdepost, den das Aufkommen des Automobils ab 1900 beschleunigte. Schon in den 20er-Jahren wurden fast alle Pferdepostleistungen „verkraftet“, wie es damals hieß. Der Hafermotor war gegenüber dem schnellen und fassungsstärkeren Kraftfahrzeug nicht mehr konkurrenzfähig. Und doch kamen hier und da noch Pferde für postalische Zwecke zum Einsatz. In der Regel waren die Tiere nicht mehr im Besitz der Reichs- beziehungsweise später der Bundespost, stattdessen stellten private Fuhrhalter gegen Bezahlung die erforderlichen Stallungen, Ausrüstung, Pferde und Wagenführer.

Der Zweite Weltkrieg mit all seinen Einschränkungen, unter anderem bei der zivilenTriebstoffversorgung, bedeutete für die Postpferde einen Aufschub. Abschiedsreden wenige Jahre später erinnerten daran, dass in der Notzeit nach den beiden Weltkriegen namentlich die Paketzustellung in den Städten nur mitilfe der Pferdekraft und der Fuhrwerke möglich gewesen war.

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