Die bewegte Post- und Fernmeldegeschichte Helgolands

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Beschreibung

Weltkriege und Touristen

Die bewegte Post- und Fernmeldegeschichte Helgolands

Ausgabe

DAS ARCHIV 4/2018

Autor: Philipp Rachor

Seiten: 62-67

Als „Paradies mitten im Meer“ heißt die kleine Insel Helgoland ihre Besucher im Internet willkommen: „Natur pur, klare Luft, sauberstes Wasser, schneeweißer Sandstrand und so viel Sonne wie kaum anderswo in Deutschland.“ Nicht zu allen Zeiten war es so paradiesisch auf dem Eiland, das eine bewegte Geschichte vorweisen kann.

Als am 9. August 1890 feierlich die Kaiserhymne „Heil dir im Siegerkranz“ über den helgoländischen Klippen ertönte, konnten die Bewohnerinnen und Bewohner der Nordseeinsel noch nicht ahnen, welche tief greifenden Veränderungen auf sie zukommen würden. KaiserWilhelm II. war persönlich angereist, um die 0,9 Quadratkilometer große Insel in preußisches Verwaltungsgebiet einzugliedern. Helgoland, das seit dem Kieler Frieden 1814 unter englischer Flagge stand, wurde im Rahmen des „Vertrags zwischen dem Deutschen Reich und dem Vereinigten Königreich über die Kolonien und Helgoland“ Teil des Deutschen Reichs. In diesem Vertrag verzichtete das Reich auf Kolonialansprüche in einigen ostafrikanischen Gebieten, wofür es Helgoland als Austausch erhielt. Allgemein bekannt wurde das Abkommen unter dem Namen „Helgoland-Sansibar-Vertrag“, der auf den Reichskanzler Otto von Bismarck zurückgehen soll. In der Öffentlichkeit kam dadurch der Eindruck zustande, dass das Deutsche Reich den „Felsen in der Nordsee“ gegen Sansibar getauscht habe. Tatsächlich aber war die ostafrikanische Insel nie in deutschem Besitz. Helgoland aber spielte für das Deutsche Reich eine strategisch wichtige Rolle, da die Insel an der Mündung des 1890 noch im Bau befindlichen Kaiser-Wilhelm-Kanals liegt.

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